Den zweiten der jährlich drei Gottesdienste, die dem Gedenken an Verstorbene und der Fürbitte für sie gewidmet sind, feierten die Kirchengemeinden am Sonntag, 1. Juli 2018.

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„Gott errettet“, diese Glaubensgewissheit war Thema im Gottesdienst an dem ersten Juli-Sonntag. Damit im Einklang steht das Bibelwort, das die Basis für die Wortverkündigung bildete: „Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorgt für mich. Du bist mein Helfer und Erretter; mein Gott, säume doch nicht!“ (Psalm 40,18)

Gottes Liebe gilt allen Menschen, er sorgt für die Armen und Elenden – sein Heilswille gilt Lebenden wie Toten.

Um Heil zu erlangen, ist der Glaube an Gott erforderlich, der in Jesus Christus Mensch geworden ist und durch seinen Opfertod und seine Auferstehung die Möglichkeit geschaffen hat, den im Sündenfall des Menschen begründeten Tod und die dadurch bewirkte Trennung von Gott aufzuheben. Neben dem Glauben an Gott braucht es das Erkennen der eigenen Hilfsbedürftigkeit.

Allein Gott ist Helfer und Erretter. Dass seine Hilfe auch den Verstorbenen zugutekommen möge und sie ihre Heilsbedürftigkeit erkennen mögen, dafür treten die Gemeinden in Fürbitte ein. Auch im Gottesdienst am 1. Juli 2018 wurde in den Kirchengemeinden ein Fürbittgebet für die Verstorbenen gesprochen, die das Heil noch nicht erlangt haben.

Jeweils am ersten Sonntag der Monate März, Juli und November finden Gottesdienste statt, in denen besonders für die Verstorbenen gebetet wird. Führen der Stammapostel, ein Bezirksapostel oder ein hierfür beauftragter Apostel einen solchen Gottesdienst durch, werden auch die Sakramente für die Verstorbenen – und damit Heil in Jesus Christus – gespendet. Dies geschieht, indem die Sakramente stellvertretend an Lebenden vollzogen werden. Dies war gemäß biblischem Zeugnis bereits zur Zeit der ersten christlichen Gemeinden Praxis (vgl. 1. Korinther 15).