Ein ganz und gar nicht alltägliches Konzert fand am Samstag, 18. November 2017, in der Kirche in Backnang im gleichnamigen Kirchenbezirk statt.

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    Projektchor und Projektorchester im Konzert im Mai 2017

Im Mittelpunkt des Konzerts standen die sogenannten „Ich-bin“-Worte von Jesus Christus, die vor allem im Johannes-Evangelium bezeugt werden. Diese Bildworte sind vielen der Kirchenmitglieder im Bezirk Backnang sehr vertraut, vor allem durch das Musikprojekt „Ich bin – Jesus in Wort und Wundern“. Denn bei ihrem Engagement für dieses Musikprojekt, ein Pop-Oratorium, haben sie sich in den zwei Jahren Probenzeit intensiv damit beschäftigt. (Über das Pop-Oratorium, das bei seiner Aufführung im Mai dieses Jahres die Besucher im vollbesetzten Backnang Bürgerhaus begeisterte, findet sich hier ein kurzer Bericht.)

Im Konzert am 18. November wirkten der Projektchor und das Projektorchester mit, die das Pop-Oratorium im Mai präsentiert hatten, außerdem ein Kinderchor. Die rund 60 Mädchen und Jungen des Kinderchors sind aus dem Bezirk Backnang. Freudig und schwungvoll trugen sie im ersten Teil des Konzerts sechs Lieder vor, die vom Vertrauen auf Gott handeln.

„Ich bin bei euch alle Tage“, mit dieser Zusage Jesu Christi gemäß Matthäus 28 beendete der Kinderchor seinen Part im Konzert; es folgten die „Ich-bin“-Worte des Herrn. Diese Worte sind eine Selbstoffenbarung des Gottessohnes; es wird in ihnen Jesu Wesen zum Ausdruck gebracht.

In den eingängigen Bildworten stellt er sich dar als „Brot des Lebens“ und „Licht der Welt“. Er ist ebenso die „Tür“ zur Errettung, der „gute Hirte“, der für die Herde sorgt und sein Leben für die Schafe gibt. Und er ist der „Weinstock“, mit dem es gilt, wie Reben verbunden zu sein.

In der Offenbarung beschreibt sich der Herr dann als „das A und das O“, als Anfang und Ende aller Dinge, als der, „der da ist und der da war und der da kommt“. Die Verheißung der Wiederkunft Christi, vorgetragen von Projektchor und Projektorchester, rundete den Hauptteil des Konzerts ab.

Unter den Konzertbesuchern an jenem Samstag vor dem Festgottesdienst in Backnang (wir berichteten) waren der internationale Kirchenleiter, Stammapostel Jean-Luc Schneider, und der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, sowie einige Apostel.

Was sagt der Katechismus dazu?


Was im 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ über die Gleichnisse und Bildworte Jesu ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

150. Wie machte Jesus das Evangelium verständlich?

Jesus redete in seinen Predigten oft in Gleichnissen, also in bildhaften Erzählungen. Diese Geschichten sind der Alltagswelt seiner Zuhörer entnommen, um von ihnen gut verstanden werden zu können. Mit den Gleichnissen veranschaulichte Jesus wesentliche Inhalte des Evangeliums.

Mehr als 40 Gleichnisse sind in den ersten drei Evangelien überliefert.

152. Wie erklärte Jesus den Beginn und das Wachstum des Reiches Gottes?

Jesus erklärte dies im Gleichnis vom Senfkorn. Er zeigte damit den bescheidenen Anfang des Reiches Gottes und sein Wachstum.

153. Wie erklärte Jesus, dass mit dem Reich Gottes etwas überaus Wertvolles angeboten wird?

Im Gleichnis von der kostbaren Perle wird der Mensch gezeigt, der den in Jesus Christus verborgenen Reichtum erkennt, ihn annimmt und alles andere dafür aufgibt. Jesus unterstreicht dies an anderer Stelle mit der Aufforderung: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes …“ (Matthäus 6,33).

156. Welche Gleichnisse betreffen die Gesinnung des Menschen?

Das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner verdeutlicht: Nicht wer sich dessen rühmt, was er kann, was er hat und was er ist, sondern wer demütig zu Gott kommt und Gnade sucht, wird gerecht gemacht.

Das Gleichnis vom Schalksknecht ruft die, welche Gottes Gnade empfangen haben, dazu auf, den anderen ebenfalls gnädig zu begegnen. Für den, der die Größe der Liebe Gottes erkennt, ist die Versöhnung mit dem Nächsten ein Bedürfnis.

157. Was offenbarte Jesus in den Gleichnissen vom Kommen des Menschensohns?

In den Gleichnissen vom Kommen des Menschensohns sprach Jesus Christus von seiner Wiederkunft.

In Matthäus 24,37-39 wird ein Vergleich zwischen der Zeit vor Jesu Wiederkommen und den Tagen Noahs gezogen; es kommt zum Ausdruck: Die Wiederkunft Christi wird plötzlich und überraschend sein.

Diese Botschaft vermittelt auch das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (vgl. Matthäus 25,1-13). Wir lernen daraus, zu wachen und für die Wiederkunft des Herrn bereit zu sein.

158. Mit welchen Bildworten beschrieb sich Jesus, und was bedeutet dies?

Im Johannes-Evangelium finden sich Aussagen Jesu, die als „Bildworte“ bezeichnet werden. In ihnen macht Jesus sein Wesen deutlich. Sieben markante Aussagen Jesu beginnen mit den Worten „Ich bin“. In ihnen spricht er bildlich von sich als „Brot des Lebens“ (Johannes 6,35), als „Licht der Welt“ (Johannes 8,12), als „Tür“ zur Errettung (Johannes 10,9), als der „gute Hirte“ (Johannes 10,11), und als „Weinstock“ (Johannes 15,5). Darüber hinaus bezeichnet Jesus Christus sich als „Auferstehung“, „Weg, Wahrheit und Leben“ (Johannes 11,25; 14,6).

Das alles bedeutet: Jesus allein eröffnet den Zugang zu Gott, dem Vater, und ist Ursache des Heils.


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.

Schlagworte katechismus konzert