Am letzten Oktober-Wochenende 2015 besuchte Bezirksapostel Michael Ehrich Gemeinden in Bosnien-Herzegowina und Serbien. Denn zu seinem Arbeitsbereich gehören außer der Gebietskirche Süddeutschland 30 Länder in Südosteuropa, Nah- und Mittelost, West- und Ostafrika.

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Apostel Anatolij Budnyk begleitete den Bezirksapostel. Apostel Budnyk ist der Länderverantwortliche für die Ukraine und wurde vom Bezirksapostel auch mit der Betreuung der neuapostolischen Gemeinden in den Balkanländern beauftragt.

In Bosnien-Herzegowina hielt der Bezirksapostel einen Gottesdienst in Konjec. „In der kleinen, freudigen Gemeinde erlebten wir Momente geschwisterlicher Verbundenheit“, berichtete er. In diesem stark muslimisch geprägten Land sind die Christen eine kleine Minderheit; sie werden benachteiligt und sind auch manchen Repressalien ausgesetzt. Um so dankbarer war die kleine neuapostolische Gemeinde in Konjec, Glaubensstärkung im Gottesdienst mit dem Bezirksapostel und Apostel zu erfahren.

Zwei Gottesdienste führte der Bezirksapostel in Serbien durch. In der Kirche in Zrenjanin fand am Samstag, 24. Oktober 2015, ein Gottesdienst für die kirchlichen Amtsträger aus Mazedonien und Serbien statt; auch ihre Ehefrauen waren dazu eingeladen. „Am Sonntag feierten wir wieder in unserer Kirche in Zrenjanin den Gottesdienst mit der Gemeinde, der selbstverständlich auch von der Vorbereitung auf den kommenden Sonntag geprägt war“, so der Bezirksapostel.

Am erwähnten kommenden Sonntag, 1. November 2015, werden Gottesdienste gefeiert, in denen der Verstorbenen gedacht und die Sakramente für sie gespendet werden (die Handlungen werden an zwei Amtsträgern stellvertretend vollzogen). Dies geschieht in der Glaubensüberzeugung, dass das Heilsangebot Gottes nicht mit dem irdischen Tod endet, sondern dass Heil und Erlösung auch noch nach dem leiblichen Tod erlangt werden kann. Es ist den Glaubenden daher ein Anliegen, für unerlöste Seelen zu beten, dass sie das Heil aus Jesus Christus erlangen mögen.

„Natürlich verbindet man gerade auf dem Balkan, wo vor rund 20 Jahren ein furchtbarer Krieg tobte, manche Gedanken im Hinblick auf den kommenden Sonntag“, schrieb der Bezirksapostel in seiner Reiseinformation an die leitenden Amtsträger in Süddeutschland und berichtete: „Die äußeren Spuren dieses Krieges sind noch allenthalben zu sehen. Als wir durch Sarajevo fuhren, sahen wir viele Häuser, in denen unzählige Einschusslöcher zu erkennen waren. Dass auch noch manche inneren seelischen Spuren des Krieges im Diesseits und im Jenseits bei denen, die unter diesen Verhältnissen gelitten haben, vorhanden sind, ist leicht vorstellbar.“ Er bat, aller heilsverlangenden Seelen besonders zu gedenken.