Nicht nur in den Gottesdiensten, die an den kirchlichen Feiertagen Karfreitag und Ostern stattgefunden haben, sondern auch bei verschiedenen Veranstaltungen in der Passionszeit und an Ostern wurde an Jesu Leiden, Sterben und seine Auferstehung gedacht.

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    Die Passions- und Osterkantate von Michael Wittig wurde in Wiernsheim aufgeführt

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    An Gründonnerstag fand in Freising eine Abendandacht statt

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    Der "Kreuzweg" in Bad Boll wurde an Karfreitag bereits zum achten Mal veranstaltet

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    Passionskonzert mit Männerchor und Bläserensemble in Backnang

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    Die Auferstehungsfeier am frühen Ostermorgen auf dem Wallberg in Pforzheim

An vielen Orten wurde die Gelegenheit genutzt, gemeinsam mit Christen verschiedener Gemeinschaften und Gemeinden des Passionsgeschehens zu gedenken und für das Opfer Jesu Christi zu danken. Nachfolgend berichten wir exemplarisch von fünf dieser Veranstaltungen:

Bereits am Samstag, den 28. März 2015, einem Tag vor dem Palmsonntag, luden der Chor der neuapostolischen Gemeinde Wiernsheim und das Orchester des Bezirks Bietigheim-Bissingen zur Aufführung einer Passions- und Osterkantate ein. In der Kirche in Wiernsheim brachten sie die Kantate „Unterwegs nach Emmaus“ von Michael Wittig zur Aufführung, die mit Liedern und Sprechtexten von der Geschichte der beiden Jünger erzählt, die auf dem Weg nach Emmaus dem auferstandenen Jesus begegnen, ihn jedoch nicht als diesen erkennen. In der Kantate kommt zum Ausdruck, wie die beiden Jünger dem ihnen Unbekannten schildern, was mit Jesus geschehen war: sein gefeierter Einzug in Jerusalem, seine Gefangennahme, seine Kreuzigung und seine Auferstehung. Erst als sich „der Fremde“ mit den Jüngern zu Tisch setzt und mit ihnen das Brot bricht, erkennen sie ihn.

Eine musikalische Abendandacht fand an Gründonnerstag, den 2. April 2015, in Freising (Bezirk München-Nord) statt. Zur Vorbereitung auf Karfreitag brachten die Sängerinnen und Sänger des Chores der neuapostolischen Kirchengemeinde Freising Gospels und Spirituals zum Vortrag, u.a. „Oh Freedom“ und „Deep River“. Zwei Klarinettensoli und das Solostück „Sometimes I feel like a motherless child“ rundeten das musikalische Programm ab. Hinterlegt waren die Musikbeiträge durch eine Bildpräsentation; zwischen den einzelnen Beiträgen erfolgten Lesungen aus den Evangelien.

Am Karfreitag, den 3. April 2015, fand in Bad Boll bereits zum achten Mal der „Kreuzweg“ statt, an dem sich auch die neuapostolische Kirchengemeinde Bad Boll (Bezirk Göppingen/Kirchheim) beteiligte. Am Nachmittag machten sich etwa 110 Teilnehmer auf, gemeinsam über fünf Stationen hinweg einen „Kreuzweg“ zu gehen, wobei an jeder Station Halt gemacht wurde und jeweils ein Vertreter der politischen und der beteiligten kirchlichen Gemeinden einige Worte sprachen. Unter dem Motto „Durchkreuzte Wege“ wurden in diesen Ansprachen Parallelen gezogen zum „Kreuzweg“, den jeder Einzelne in seinem Alltag zu durchleben hat. An jeder Station wurde zudem ein Kreuz aus heller Asche gestreut,  zur Erinnerung und Mahnung an die Kreuzigung Jesu Christi.

Unter dem Titel „Es ist vollbracht“ veranstalteten der Männerchor und das Bläserensemble des Kirchenbezirks Backnang ein Passionskonzert am Samstag, den 4. April 2015, in der neuapostolischen Kirche in Backnang. Den Zuhörern wurden musikalisch die Ereignisse der Passionsgeschichte näher gebracht, vom letzten Abendmahl über die Gefangennahme, die Kreuzigung, den Tod bis hin zur Auferstehung Jesu. Zur Aufführung kamen unter anderem Stücke von  Johann Sebastian Bach, Melchior Vulpius, Georg Friedrich Händel und Josef Rheinberger. Zwischen den musikalischen Beiträgen wurden Passagen aus der Passionsgeschichte gelesen.

Und am Ostersonntag, den 5. April 2015, lud die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) in Pforzheim zu einer Auferstehungsfeier am frühen Sonntagmorgen auf dem Wallberg in Pforzheim ein. Der Bläserkreis des neuapostolischen Bezirks Pforzheim umrahmte gemeinsam mit dem Posaunenchor der evangelischen Buckenberggemeinde diese Feier musikalisch. Mit gemeinsam gesungenen Liedern und mit Gebeten wurde am Ostermorgen um 7 Uhr der Auferstehung Jesu gedacht. Wortbeiträge kamen von der methodistischen Pastorin Elisabeth Kodweiß, dem Dekanatsreferent der katholischen Kirche, Tobias Gfell, und der evangelischen Dekanin Christiane Quincke. Der Wallberg, auf dem die Feier stattfand, ist ein Berg, der aus den Trümmern der Stadt aufgeschüttet wurde. Der Tag, an dem die Stadt Pforzheim im zweiten Weltkrieg einen Bombenangriff erleiden musste, jährte sich in diesem Jahr zum 70. Mal am 23. Februar.

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