Im noch recht „jungen“ Jahr 2015 hatten die neuapostolischen Christen in der Region am Persischen Golf die Freude, Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider zu feiern.

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    Der Stammapostel, links neben ihm der Übersetzer

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    Bezirksapostel Michael Ehrich wurde ebenfalls zur Wortverküdigung gerufen

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Der Gottesdienst fand am 16. Januar 2015 in Jebel Ali statt, einer Stadt in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), wo die Anglikanische Kirche ein Gotteshaus besitzt, das sie der Neuapostolischen und weiteren rund 30 Kirchen für Gottesdienste zur Verfügung stellt.

Die Länder in der Region am Persischen Golf gehören zum Arbeitsbereich des Bezirksapostels Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet und den Stammapostel auf dieser Reise begleitete.

Als Grundlage für die Predigt diente ein Bibelwort aus dem Alten Testament: aus dem Buch Jesaja, Kapitel 43, Vers 21. (In der Lutherbibel, Übersetzung 1984, heißt die Stelle: „Das Volk, das ich mir bereitet habe, soll meinen Ruhm verkündigen“.) Die Botschaft der Predigt war: Die Glaubenden sind aufgerufen, den Ewigen zu preisen.

Eine „Multikulti“-Gemeinde


Der Stammapostel, dessen erster Besuch es als Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche International in den VAE war, predigte in Englisch. Eine Übersetzung gab es in Urdu, da ein großer Teil der Gemeindemitglieder aus Pakistan stammt und in den VAE arbeitet. Außer den Mitgliedern der Kirchengemeinden in den VAE waren auch Gemeinden aus den benachbarten Golfstaaten Oman, Katar, Bahrein und Kuwait eingeladen, die alle zum Arbeitsbereich des Bezirksapostels Michael Ehrich gehören. So hatte sich eine „Multikulti“-Gemeinde in Jebel Ali versammelt, denn unter den Kirchenmitgliedern in der Golfregion sind viele Südafrikaner, auch US-Amerikaner, Kanadier und Deutsche.

Eine Instrumentalgruppe stimmte vor dem Gottesdienst die Gemeinde auf das Erleben ein. Ein gemischter Chor, den Sängerinnen und Sänger der eingeladenen Gemeinden bildeten, und ein Männerchor gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Sie hatten sich am Donnerstagabend und auch noch vor dem Gottesdienst am Freitag – der in den islamischen Ländern eine ähnliche Bedeutung wie hierzulande der Sonntag hat – zu einer Chorprobe eingefunden.

Freude in Christus


Der Stammapostel ging in seiner Predigt auch auf das Motto für das Jahr 2015 ein: „Freude in Christus“. Er meinte, menschlich betrachtet, habe es in den ersten Wochen des neuen Jahres kaum Grund zur Freude gegeben. Freude „in Christus“ jedoch könnten die Glaubenden im Wissen empfinden, dass der Herr Großes an ihnen tue. Dazu erwähnte er Psalm 126, der – in der Lutherübersetzung – ein Trost- und Hoffnungslied bei Belastungen sein kann und ursprünglich auf die Heimkehr der Israeliten aus dem babylonischen Exil zielt. Der Stammapostel zitierte die Verse 2.3: „Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein. Dann wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Großes an ihnen getan! Der Herr hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich.“

Der Stammapostel zog Vergleiche mit den Israeliten in alttestamentlicher Zeit, an denen Gott Großes getan hat. Er verwies unter anderem darauf, dass die Israeliten von Gott geführt worden seien und göttliche Hilfe erlebt hätten. So hätten die Israeliten gelernt, Gott zu vertrauen. Auch in heutiger Zeit würden die Glaubenden vom Herrn geführt, auch heute sei göttliche Hilfe zu erleben. Gott habe, so der Stammapostel im Weiteren, den Israeliten seinen Willen kundgetan und ihnen die Gebote gegeben, nach denen sie handeln sollten, um gesegnet zu leben. Auch heute gehe es darum, den Willen Gottes zu erfahren und entsprechend zu handeln, um gesegnet zu sein. Gottes Treue gegenüber den Israeliten habe sich darin gezeigt, dass sich die Verheißung erfüllt habe und sie trotz vieler Schwierigkeiten ins versprochene Land gelangt seien. Auch heute könnten die Gläubigen darauf bauen, dass sich die göttlichen Verheißungen erfüllten.

Zur weiteren Wortverkündigung bat der Stammapostel den Bezirksapostel und Bischof Jörg Vester (Süddeutschland, Apostelbereich Karlsruhe).

Der Bischof ist – in der Nachfolge des Bischofs Rolf Ludwig, der Ende des Jahres 2014 in den Ruhestand getreten ist – an der Seite des Bezirksapostels verantwortlicher Seelsorger für die Gemeinden der Länder am Persischen Golf. Er war schon einige Tage zuvor dorthin gereist und hatte Zusammenkünfte mit kirchlichen Amtsträgern durchgeführt, in Bahrein einen Jugendabend gehalten sowie drei Gottesdienste in der Region gefeiert.