In der Juni-Tagung des Missionswerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland wurde auch das christliche Kinder- und Jugendhilfswerk „Arche“ vorgestellt. An seinem Münchner Standort wird es seit einigen Jahren durch die Neuapostolische Kirche Süddeutschland – über ihr Hilfswerk, das Missionswerk – finanziell großzügig gefördert.

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    Das Kinder und Jugendhilfswerk "Arche" unterstützt hilfsbedürftige Kinder

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    In der "Arche" finden die Kinder einen Ort zur Freizeitgestaltung, ...

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    ... zum gemeinsamen Spielen und zum Erlernen sozialer Kompetenzen ...

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    ... sowie zum Entdecken ihrer persönlichen, einzigartigen Talente.

Der Name dieses Kinder- und Jugendhilfswerk spricht für sich: Nach der Bibel war die Arche, die laut der Sintfluterzählung durch Noah aufgrund eines göttlichen Auftrags gebaut worden war, ein schwimmfähiger Kasten. So bot er, als die Sintflut kam, Noah und seiner Familie Geborgenheit und Schutz. Sie konnten sich vor den Wasserfluten retten.

Die Institution „Arche“ hat in einigen deutschen Großstädten einen Standort, wo sie kostenlos Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Angebote zur Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche anbietet. So ist die „Arche“ für Heranwachsende aus sozial schwachen Familien ein Ort der emotionalen Geborgenheit. Eine wichtige Aufgabe sieht die „Arche“ auch darin, Kindern einen Schutzraum und Hilfe bei familiären und schulischen Problemen zu bieten.

Vor nun 20 Jahren wurde in Berlin der Verein „Die Arche – Christliches Kinder- und Jugendwerk e. V.“ gegründet, der sich um sozial benachteiligte Kinder und ihre Familien kümmerte. 2001 war dann die Eröffnung des ersten „Arche“-Standorts, ebenfalls in Berlin; 2006 folgte nach weiteren Standorten München.

Die „Arche“ dort, die ihre Räumlichkeiten in München-Moosach hat, wird heute unter der Woche täglich von ca. 40 bis 60 Kindern – zwischen fünf und zwölf Jahren – und von etwa 30 bis 50 Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren besucht. „Die meisten der Kinder und Jugendlichen stehen schon von Geburt an vor sehr vielen Herausforderungen, wie beispielsweise wechselnde Partnerschaften der Eltern, bildungsferne Haushalte, Arbeitslosigkeit der Eltern, Geldsorgen, emotionale Vernachlässigung, sprachliche Probleme und noch vieles mehr“, berichtete Antje Breda, die Leiterin der Münchner „Arche“, als sie den Missionswerk-Mitgliedern die Arbeit der „Arche“ schilderte.

„Oft sind um die 20 verschiedenen Nationen im Haus vertreten. Allein dadurch wird Integration gelebt und vorgelebt“, so Breda ferner. „Neben einem warmen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und einer sinnvollen Freizeitgestaltung versuchen wir, die Potenziale der Kinder und Jugendlichen zu wecken und zu fördern und ihnen ein immer größeres Selbstwertgefühl zu vermitteln. Durch die tägliche Beziehungsarbeit wollen wir auch soziale Kompetenzen vermitteln sowie die Konfliktfähigkeit der Kids ausbauen.“ Oft sei die tägliche Arbeit sehr herausfordernd, aber sie dürften feststellen, dass sie sich doch sehr lohne.

„Letztendlich wollen wir unsere Kinder stark fürs Leben machen“, erläuterte Breda. „Der Schlüssel zum Herzen eines Kindes sind Liebe und Beziehung. In der ‚Arche‘ erleben die Kinder Wertschätzung und Vertrauen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund.“

Hilfe für Kinder auch im Ausland

Hilfe für Kinder spielt eine wichtige Rolle bei den Unterstützungen, die die Gebietskirche Süddeutschland über ihr „Missionswerk“ leistet. So fördert sie zum Beispiel seit vielen Jahren Erziehungs- und Bildungsprojekte in Ost- und Westafrika. Durch den Bau und Unterhalt von Schulen und Kindergärten wird dort armen und benachteiligten Kindern eine Chance auf ein besseres Leben geboten.

In Äthiopien zum Beispiel betreibt die Kirche in Tefki und Zebetha Schulen, die von ihrer dortigen Partnerorganisation, der „Selam Hiwot Integrated Children and Community Support Organization“, geführt werden. Da Waisen oder „Straßenkinder“ die Schulen besuchen und daher keine Schulgebühren verlangt werden, kommt die Kirche für den laufenden Betrieb auf (hauptsächlich betrifft dies die Gehälter der Lehrer und den Kauf von Unterrichtsmaterial).

Im westafrikanischen Staat Guinea führt die Gebietskirche Süddeutschland über ihr Missionswerk vor allem ein Schulgesundheitsprojekt durch. Rund 20.000 Schulkinder werden dort regelmäßig medizinisch untersucht, und sie erhalten Gesundheitsunterricht.

Um diese Förderprojekte zu unterstützen, ist es seit kurzem möglich, eine Patenschaft zu übernehmen. Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet und Vorstandsvorsitzender im Missionswerk ist, informierte in der Missionswerk-Tagung (wir berichteten), zahlreiche Kirchenmitglieder hätten sich bereit erklärt, als „Bildungs-Pate“ oder „Gesundheits-Pate“ beim Missionswerk Heranwachsenden eine solche zu schenken bzw. Leben zu schützen.

Weitere Informationen dazu finden sich auf der Website des Missionswerks.

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