Im Kongress- und Konzertzentrum „Harmonie“ in Heilbronn wurde am Sonntagvormittag, 14. August 2016, Gottesdienst mit Stammapostel Jean-Luc Schneider gefeiert, dem höchsten Geistlichen in der Neuapostolischen Kirche.

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    Kinder begrüßen mit einem Lied den Stammapostel und seine Begleiter

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    Blick zum Altar in der "Harmonie" in Heilbronn

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    Stammapostel Jean-Luc Schneider am Altar

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    Das Orchester

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    Bezirksapostel Andrew Andersen, links der Übersetzer, Apostel Volker Kühnle

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    Apostel Hans-Peter Schneider

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    Apostel Jens Lindemann aus Hessen

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    Der Chor

Eine große Gemeinde

Zum Gottesdienst in die „Harmonie“ eingeladen hatte Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, die Gemeinden aus dem Kirchenbezirk Heilbronn im gleichnamigen Apostelbereich, zudem die Gemeinden Fichtenberg, Gaildorf, Mainhardt, Murrhardt, Sulzbach, Wüstenrot und Wüstenrot-Neulautern aus dem benachbarten Kirchenbezirk Backnang.

Begleitet wurde der Stammapostel außer von Bezirksapostel Ehrich von Bezirksapostel Andrew Andersen aus Australien, den Aposteln Jens Lindemann aus Hessen, Franz-Wilhelm Otten aus Nordrhein-Westfalen, Jürg Zbinden aus der Schweiz und allen Aposteln aus Süddeutschland sowie Apostel Anatolij Budnyk, dem Länderverantwortlichen für die Ukraine. Auch der Amtsvorgänger von Stammapostel Schneider, Stammapostel im Ruhestand Wilhelm Leber, und weitere vormals kirchenleitende Geistliche, die nun im Ruhestand sind - Apostel und Bischöfe aus Süddeutschland -, waren dabei.

Übertragen wurde der Gottesdienst via Satellit in über 380 „Übertragungskirchen“ in Süddeutschland sowie in Kirchenbezirke und Gemeinden des europäischen Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Ehrich: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und die Ukraine.

Sie alle bildeten miteinander die eine große Gemeinde, die sich versammelte, um im Gottesdienst wieder Impulse, Kraft und Segen zu empfangen. „Dies mit in den Alltag genommen und umgesetzt, hilft uns, mit Christus Siege zu erringen und lässt uns in Christi Gesinnung und Wesen wachsen“, so Bezirksapostel Ehrich.

Zeitversetzt erhalten auch Kirchenmitglieder in Israel und in der Region am Persischen Golf, die zu seinem Arbeitsbereich gehören, die Möglichkeit, am Gottesdienst teilzuhaben.

Einen besonderen Akzent hatte der Gottesdienst dadurch, dass Apostel Hans-Peter Schneider, der langjährige Leiter des Apostelbereichs Heilbronn, in den Ruhestand trat.

Errettung durch den Glauben und die Nachfolge Jesu Christi

Der Predigt legte der Stammapostel ein Bibelwort aus dem Alten Testament, Jesaja 37,20, zugrunde, wo es um ein Gebet des König Hiskia angesichts der Belagerung von Jerusalem geht: „Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erfahren, dass du, Herr, allein Gott bist“. Zu einem Predigtbeitrag wurden Bezirksapostel Andersen, Apostel Schneider und Apostel Lindemann gerufen.

Errettung vom Bösen finde der Mensch allein in Jesus Christus, dem Erlöser. Dies sei fundamentaler christlicher Glaube, so der Stammapostel, der in der Predigt an das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel erinnerte. Er ermunterte die Gemeinde, darum zu beten und danach zu streben,  wahrhaftige Zeugen Jesu Christi sein zu können. Dadurch könne anderen Menschen geholfen werden, den Weg zu Jesus Christus zu finden und durch den Glauben an ihn und in der Nachfolge Jesu Christi Errettung zu erlangen.

Beten um den Fortgang des christlichen Glaubens

Im Glauben an Jesus Christus, den Erlöser, gelte es, noch tiefer verwurzelt zu werden, ebenso in der Liebe zu ihm und in der Hoffnung auf die ewige Gemeinschaft mit ihm. Dazu appellierte der Stammapostel an die Glaubenden, zu beten: „Wir wollen nicht Knechte des Bösen werden!“

Ebenso sollten sie darum beten, dass Gott alle Christen nicht nur bewahre, sondern ihnen den Glauben stärke. „Es liegt uns sehr am Herzen, dass der christliche Glaube weiterlebt.“ Natürlich sei es selbstverständlich, für die Christen in den Ländern, wo sie verfolgt werden, zu beten, aber die Gemeinde solle auch für die Christen weltweit beten, dass Gott sie tröste, ihnen helfe und sie Gott erleben könnten.

Feierliche musikalische Mitgestaltung

Rund 300 Sängerinnen und Sänger der eingeladenen Gemeindechöre bildeten den großen gemischten Chor, der – zusammen mit einem Orchester und Orgelspiel – den Gottesdienst in feierlicher Weise musikalisch mitgestaltete. Das Orchester setzte sich aus 75 Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus dem Apostelbereich Heilbronn zusammen; es spielte unter Leitung von Michael Schuch. Den Chor dirigierte Klaus Plotzitzka.

Chor und Orchester stimmten mit ihren Vorträgen schon vor Gottesdienstbeginn die Teilnehmer auf das Erleben ein. Rund 60 Mädchen und Jungen des Kinderchors aus dem Kirchenbezirk hatten den Stammapostel und die Festgäste mit Liedern vor dem Gottesdienst willkommen geheißen.

„Jesu, Heiland meiner Seele“: Mit diesem Lied, in dem Jesus Christus und das Vertrauen zu ihm besungen werden, hatte die große Festgemeinde – allein in der „Harmonie“ waren es rund 2.200 Gottesdiensteilnehmer – den Gottesdienst gemeinsam musikalisch begonnen. Auch im Chorlied vor der Predigt drückten die Sängerinnen und Sänger Zuwendung zum Herrn aus, zudem die Bitte um Schutz und Bewahrung im Glauben („Jesus, bleib in meinem Leben“). Aus den gefühlvollen Liedvorträgen war wahrnehmbar, dass sie glauben, was sie im Lied vorgetragen haben.

Viel Vorbereitung – auch durch eine Aktion der Kinder

Zu den Vorbereitungsarbeiten, die ehrenamtlich von zahlreichen Glaubensgeschwistern übernommen worden waren, gehörte die Dekoration des Altars im Kongress- und Konzertzentrum „Harmonie“ mit Blumen. (Dies entspricht der Gepflogenheit: Der Altar als der zentrale geweihte Ort in den Kirchengebäuden, an dem die Sakramente gespendet werden und von wo aus auch die Wortverkündigung erfolgt, wird üblicherweise für alle Gottesdienste mit Blumen geschmückt.) Für den Gottesdienst in der „Harmonie“ hatten Kinder aus dem Kirchenbezirk Heilbronn Sonnenblumen gezüchtet, die für den Altarschmuck und die Dekoration des Podestes, auf dem der Altar stand, mitverwendet wurden.

Das Bild der Sonnenblume: in Jesu Wesen wachsen

Dies erwähnte der Stammapostel zu Predigtbeginn und dankte den Kindern herzlich für diese Aktion („Ihr habt eine tolle Arbeit geleistet!“). Auch erklärte er am Beispiel der Entwicklung einer Sonnenblume, an die Kinder gerichtet, dass es sich mit der Seele ähnlich verhalte: „Der Herr Jesus hat in uns auch etwas gepflanzt. Er hat sein Leben in unserer Seele, unserem Herzen ‚gepflanzt‘ und möchte, dass jedes Kind, jeder Erwachsene so werden wie er, der Herr Jesus.“ Zuerst könne man sich, wie beim Wachsen der Sonnenblume, nicht vorstellen, dass daraus einmal etwas Wunderbares werde. Aber wenn man sich unter die göttliche Pflege stelle, gebe es eine Entwicklung.

Für Kinder verständlich nannte er beispielhaft für das Wachstum in Jesu Wesen: vergeben, dem Schwachen helfen, ihn verteidigen, nicht schimpfen, beten, gehorchen. „Und liebes Kind, deine Sonnenblume war die schönste – aber jetzt sind sie heute Morgen alle zusammen. Jetzt sind sie noch viel schöner! Weil die Blumen zusammen sind in einem Strauß, ist das einfach eine Pracht.“ So sei es auch mit der Gemeinde, wenn jeder Jesu ähnlicher werde. Bei Jesu Christi Wiederkunft werde dies „ein Zeugnis der Herrlichkeit Gottes sein“.

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