Am Samstag, 28. Juli 2018, beging die Gemeinde Dornstetten (Kirchenbezirk Freudenstadt) den Festakt zur Kirchenweihe.

  • Image 1 from 12

    Das neue Kirchengebäude in Dornstetten

  • Image 2 from 12

    Begrüßung und Einblick in die Gemeindechronik durch den Gemeindevorsteher

  • Image 3 from 12

    Apostel Martin Schnaufer

  • Image 4 from 12

    Der Eingang zum neuen Kirchengebäude

  • Image 5 from 12

    Bernhard Haas, der Bürgermeister von Dornstetten

  • Image 6 from 12

    Die Vertreter der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde am Ort ...

  • Image 7 from 12

    ... hatten ein Geschenk für die Gemeinde mitgebracht.

  • Image 8 from 12

    Blick in den Kirchensaal

  • Image 9 from 12

    Blick in den Kirchensaal

  • Image 10 from 12

    Architekt Jürgen Häußer

  • Image 11 from 12

    Der Künstler Tobias Kammerer aus Rottweil

  • Image 12 from 12

    Die neue Orgel

Den Weihegottesdienst für die neue Kirche Im Lengenbrunnen 2 hatte die Gemeinde am 15. Juli 2018 mit Bezirksapostel Michael Ehrich gefeiert (wir berichteten). Nun wurde die neue Kirche der Öffentlichkeit präsentiert. In Musik, Gebet und Ansprachen – darunter auch ein kurzer Einblick in die Gemeindechronik – kam die Freude und Dankbarkeit über die schöne neue Kirche zum Ausdruck.

Als Vertreter der Bauherrschaft nahm am Festakt Apostel Martin Schnaufer teil, der den Apostelbereich Freiburg/Tübingen leitet, zu dem der Kirchenbezirk Freudenstadt gehört. Bürgermeister Bernhard Haas war als Vertreter der Kommune gekommen, er sprach ein Grußwort. Auch zwei Vertreter der anderen christlichen Kirchen am Ort, Diakon Georg Lorleberg von der katholischen und Pfarrer Timo Stahl von der evangelischen Kirche, teilten die Freude der Gemeinde über die neue Kirche und richteten ein Grußwort an die Festaktteilnehmer.

Tobias Kammerer aus Rottweil, der die Glaskunst entworfen hat, gab dazu Erläuterungen, während Architekt Jürgen Häußer von der Abteilung Bau/Unterhalt des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland das Gebäude aus architektonischer Sicht erläuterte. Nach dem Festakt konnten alle Räume besichtigt werden.

Das neue Kirchengebäude

Bei dem neuen Kirchengebäude handelt es sich um einen Systembau, den Architekten der Abteilung Bau/Unterhalt des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums der Gebietskirche Süddeutschland entwickelt haben.

Der Systembau bietet den Vorteil, dass er mit geringfügigen Anpassungen an unterschiedlichen Standorten realisierbar ist – durch die effiziente Planung und die Bündelung von Kapazitäten bedeutet dies eine nicht unbeträchtliche Zeit- und Kostenersparnis.

Da die Kirche sich selbst finanziert, wurde auch dieser Kirchen-Neubau ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert.

Baukörper, Gestaltung

Das Bauprojekt besteht aus einem Haupt- und Nebenbaukörper. Die Gebäudehöhe des Hauptbaukörpers – mit dem Sakralraum – beträgt 8,30 m, der Nebenbaukörper ist ca. 4 m niedriger. Wände und Decken des Hauptbaukörpers sind als massive Stahlbetonkonstruktion ausgeführt. Die Außenwände des Sakralraums erhielten eine vorgehängte Klinkerfassade. Bei dem Nebenbaukörper wurden die Wände aus hochgedämmten Ziegelmauersteinen errichtet; er hat eine Putzfassade.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit und Schöpfungsbewahrung sind die als Flachdach ausgeführten beiden Dächer des Bauprojekts extensiv begrünt worden.

Die für den Sakralraum gewählte quadratische Form macht die Besonderheit der sakralen Nutzung deutlich. Im Inneren vermittelt die klare kubische Gebäudeform Geborgenheit und Schutz, während die äußere Hülle für Beständigkeit und Langlebigkeit steht. Die Außenwände haben schlitzartige Fensteröffnungen, die als Glaskunst ausgeführt sind (Entwurf: Tobias Kammerer, Rottweil).

Funktionalität, Raumprogramm

Der Sakralraum ist der zentrale Raum im Gebäude; er bietet Sitzplätze für 125 Gottesdiensteilnehmer und ist auf den Altarbereich hin ausgerichtet. Der Altar wurde aus einem Quader aus Fichtenholz skulptural gestaltet. Er ist der heilige Ort, an dem das Opfer Christi verwaltet und die Sakramente der Kirche gespendet werden („Tisch des Herrn“). Vom Altar aus erfolgt auch die Wortverkündigung (es gibt keine Kanzel).

Zur feierlichen musikalischen Mitgestaltung der Gottesdienste wurde neben dem Altar eine Pfeifenorgel eingebaut; sie hat zwei Manuale und fünf Register. Gebaut wurde sie von der Orgelbaufirma Andreas Offner aus Kissing.

In dem Nebenbaukörper finden die Aktivitäten des Gemeindelebens statt. Hier sind außer der Sakristei zwei Mehrzweckräume angeordnet, die für die kirchlichen Unterrichte, Jugendabende, Gemeinde- und Seniorenzusammenkünfte und weitere Aktivitäten im Gemeindeleben genutzt werden können. Auch eine Teeküche sowie Funktionsräume (Sanitär und Technik) sind hier untergebracht. Für die verschiedenen Nutzungen können die Mehrzweckräume untereinander zu einem großen Raum verbunden werden.

Die Erschließung des Kirchengebäudes erfolgt barrierefrei über den Eingangsbereich parallel zum Bauhauptkörper bis zum Eingang zwischen den beiden Baukörpern. Da für die Glaubenden die Gemeinschaft im Gottesdienst ein wesentliches Element im Gemeindeleben bildet, ist die Barrierefreiheit bedeutsam für gehbehinderte Gottesdienstbesucher und Rollstuhlfahrer, ebenso für Familien, die zum Gottesdienst einen Kinderwagen mitbringen. 14 PKW-Stellplätze befinden sich direkt am Gebäude.