Für die Gemeinde Regensburg (Kirchenbezirk Landshut) wurde – am bisherigen Standort in der Straubinger Straße 15 – eine neue Kirche errichtet.

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    Festakt anlässlich des Kirchenneubau in Regensburg

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    Apostel Wolfgang Zenker bei seiner Festansprache

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    Der Gemeindevorsteher, Bezirksevangelist Olaf Svenson

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    Musikalische Darbietungen durch den gemischten Chor der Gemeinde

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    Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer

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    Dekan Eckhard Herrmann

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    Domdekan Prälat Johannes Neumüller

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    Jürgen Häußer, stv. Leiter der Abteilung Bau/Unterhalt der NAK Süddeutschland

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    Glaskünstlerin Celia Mendoza

Geweiht wurde die neue Kirche am 11. März 2018 in einem Festgottesdienst mit dem Präsidenten der Gebietskirche, Bezirksapostel Michael Ehrich (wir berichteten). Am Samstag, 24. März 2018, fand der Festakt zur Einweihung statt und die neue Kirche wurde der Öffentlichkeit präsentiert. Die Kirche ist gottesdienstliche Versammlungsstätte und erfüllt mit den Nebenräumen zudem die Funktion eines Gemeindehauses.

Zum Festakt war als Vertreter der Bauherrschaft – der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland – Apostel Wolfgang Zenker gekommen. Er leitet den Apostelbereich München, zu dem der Kirchenbezirk Landshut mit 13 Gemeinden zählt, darunter die Gemeinde Regensburg.

Grußworte sprachen die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, sowie Vertreter der katholischen und der evangelischen Kirche: Domdekan Prälat Johannes Neumüller von der Diözese Regensburg und Dekan Eckhard Herrmann vom Donaudekanat Regensburg.

Architekt Jürgen Häußer von der Abteilung Bau/Unterhalt im Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Gebietskirche Süddeutschland erläuterte aus architektonischer Sicht den Neubau, und die Glaskünstlerin Celia Mendoza aus Emmering, die das Kunstfenster entworfen hatte, gab Erläuterungen hierzu.

Zum Kirchenneubau

Das Kirchengebäude steht deutlich abgerückt von der Straße im ruhigeren, hinteren Teil des Grundstücks. Es ist in zwei Gebäudeteile gegliedert: den hohen, kubischen Hauptbaukörper mit einer bronzefarbenen, großformatigen Metallverkleidung und den flachen, umschließenden Nebenbaukörper mit einer zurückhaltenden Faserzementbekleidung.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit und den Gedanken der Schöpfungsbewahrung wurde eine massive Holzkonstruktion für das gesamte Kirchengebäude gewählt. Für ein gutes Raumklima auch im Sommer sorgen massive Lehmplatten und ein Lehmputz in den Versammlungsräumen. Die Flachdächer wurden extensiv begrünt.

Das Kirchenschiff inklusive einer kleinen Orgelempore und das Foyer befinden sich im Hauptbaukörper. Der Eingangsbereich, die Nebenräume – Sakristei und zwei Mehrzweckräume –, Technik- und Lagerräume sowie Sanitäreinheiten sind im Nebenbaukörper untergebracht.

Das Kirchenschiff bietet Sitzplätze für 150 Gottesdiensteilnehmer und ist auf den Altarbereich hin ausgerichtet. Bei besonderen Anlässen können im Foyer noch ca. 70 weitere Besucher mit direktem Blick zum Altar am Gottesdienst teilnehmen; die Nebenräume werden in dem Fall als Foyer genutzt.

Der Altar wurde aus massivem Eichenholz in Kombination mit Tombak gestaltet. Er ist der heilige Ort, an dem das Opfer Christi verwaltet und die Sakramente der Kirche gespendet werden („Tisch des Herrn“). Vom Altar aus erfolgt auch die Evangeliumsverkündigung (es gibt keine Kanzel). Ein großes Kreuz – das christliche Symbol schlechthin – wurde an der Altarrückwand angebracht; es besteht ebenfalls aus massiver Eiche mit einer feinen Metallader.

Zur feierlichen musikalischen Mitgestaltung der Gottesdienste wird – in ca. einem Jahr – auf einer kleinen Empore im Kirchenschiff eine Pfeifenorgel eingebaut; sie hat elf Register, spielbar auf zwei Manualen und Pedal. Gebaut wird die Orgel von der Orgelbaufirma Kaps aus Eichenau.

Im Nebenbaukörper finden die Aktivitäten des Gemeindelebens statt. Außer der Sakristei sind hier die beiden Mehrzweckräume angeordnet, die für die kirchlichen Unterrichte (Sonntagsschule, Religionsunterricht, Konfirmandenunterricht), Jugendabende, Gemeinde- und Seniorenzusammenkünfte und weitere Aktivitäten im Gemeindeleben genutzt werden können. Auch eine Teeküche ist hier untergebracht.

Da Kirchenschiff, Foyer und Nebenräume auf einer Ebene liegen, sind sie für Familien mit Kinderwagen und für gehbehinderte Gottesdienstbesucher ebenerdig zu erreichen. Die Terrasse mit direktem Zugang aus den Nebenräumen bietet bei schönem Wetter Platz für Zusammenkünfte und Gemeindefeste. Um das Gebäude wurde eine pflegeleichte, ansprechend gestaltete Außenanlage angelegt.

Planung und Projektmanagement lagen bei der Abteilung Bau/Unterhalt des Verwaltungs- und Dienstleistungszentrums der Gebietskirche, die Bauleitung hatte das Regensburger Planungs- und Bauleitungsbüro Grötsch. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich aus Eigenmitteln der Gebietskirche, die keine Zuschüsse der öffentlichen Hand beansprucht.