Vor 125 Jahren, am 13. Februar 1893, wurde Gotthilf Volz geboren, der nachmalige Apostel und Bezirksapostel und stellvertretende Kirchenvorstand in Württemberg und Hohenzollern. Wir erinnern an einen großen Gottesknecht.

Bezirksapostel Gotthilf Volz (*1893 † 1967)

1893 in Sindelfingen geboren, lernte Gotthilf Volz im Alter von 18 Jahren die Neuapostolische Kirche kennen. Am 13. Februar 1912, seinem 19. Geburtstag, wurde er in die Gemeinde aufgenommen. Die Heilige Versiegelung empfing er am 4. Juni desselben Jahres. Seit dieser Zeit engagierte er sich in der Neuapostolischen Kirche. Viele Jahre war er ehrenamtlich seelsorgerisch tätig, u.a. als Gemeindevorsteher von Kirchheim/Teck.

Er baute eine im süddeutschen Raum bekannte Firma auf, deren Belange er stets dem Dienst in der Kirche unterordnete.

Zum Bischof wurde er am 31. Oktober 1948 ordiniert. Bald darauf, am 9. April 1950, empfing er durch Stammapostel J.G. Bischoff das Apostelamt. Er war für die Kirchengemeinden und -bezirke im mittleren Neckarraum und im Schwarzwald zuständig.

Nach seiner Beauftragung als Bezirksapostel am 21. Februar 1954 – dabei wurde er dem Bezirksapostel Georg Schall zur Seite gestellt – bildeten die Kirchenbezirke Kirchheim/Teck, Esslingen, Göppingen, Nürtingen, Reutlingen, Tübingen sowie Dornhan und Freudenstadt in Württemberg seinen Arbeitsbereich, zudem war er verantwortlich für die südbayrischen Gemeinden.

Über 15 Jahre erfüllte er mit Seelenliebe, Warmherzigkeit und gütigem Herzen seine Amtsaufgaben als Apostel und Bezirksapostel.

In Treue gedient

Zusammen mit Bezirksapostel Schall, mit dem ihn ein brüderliches, freundschaftliches Verhältnis verband, trat Bezirksapostel Volz am 18. August 1965 in den Ruhestand. In jenem Gottesdienst – in der Kirche in Stuttgart-Süd, gehalten von Stammapostel Walter Schmidt zum Bibelwort Lukas 12,42 – dankte das internationale Kirchenoberhaupt für die große Segensarbeit dieser beiden „ehrwürdigen Diener des Herrn“ zum Segen der Gemeinden und zur Ehre des Herrn. Er sprach bei der Würdigung aber auch davon, dass beide nicht nur über eine reiche Lebenserfahrung, sondern auch über „eine reiche Leidenserfahrung“ verfügten – und dass es beim Herrn darauf ankommt, „ob wir treu waren“. Er unterstrich: „Und das Große alles Großen ist, dass sie während ihrer Amtstätigkeit sich nach dem Willen des Herrn gerichtet und das Wort der Wahrheit zeitgemäß verkündigt haben“.

Ein Gesegneter

Nach mehrmonatiger, mit Geduld und Gottergebenheit ertragener Leidenszeit verstarb Bezirksapostel im Ruhestand Gotthilf Volz am 6. März 1967.

Stammapostel Schmidt tröstete die in Kirchheim/Teck versammelte große Trauergemeinde. An der Trauerfeier am 10. März, die in Gemeinden des damaligen „Apostelbezirks Stuttgart“ (Gebietskirche Württemberg) übertragen wurde, nahmen außer zwei erkrankten alle westeuropäischen Apostel teil. Als Bibelwort diente Psalm 119,30.  Der Stammapostel sagte: „Wer ihn gekannt hat, wird bestätigen, dass zwei Passionen sein Leben erfüllten: Einmal war er bemüht, alles daranzusetzen, um seiner Seele durch die Gnade Gottes den höchsten Grad der Würdigkeit zu verschaffen; zum anderen galt seine stete Sorge den anvertrauten Schafen Christ, um sie nach dem Sinn und Willen des großen Hirten Jesus zu pflegen und zu bewahren, damit sie in der Nachfolge treu erfunden würden.“

Auch wies der Stammapostel  bei der Trauerfeier darauf hin, dass „ein Gesegneter die Erde verlässt“ –„in dem Bewusstsein, eine ewige Heimat zu haben“.

Bericht im Zusammenhang:

Im internationalen Online-Magazin der Neuapostolischen Kirche, nac.today, wird unter „Ein Botschafter der Güte“ an den 125. Jahrestag des Geburtstags von Bezirksapostel Gotthilf Volz erinnert.