Vor fünf Jahren, am 29. Juli 2014, verstarb Bezirksapostel im Ruhestand Klaus Saur.

Der langjährige Leiter der Gebietskirche Süddeutschland wirkte 25 Jahre als Bezirksapostel. An Ostern 1981 hatte er den Auftrag empfangen, die damals noch nicht mit Württemberg fusionierte Gebietskirche Baden zu leiten. Damit war Bezirksapostel Saur nicht nur ein Vierteljahrhundert lang für die Kirche in Baden verantwortlich, sondern elf Jahre lang, von 1984 bis Dezember 1995, auch für die Kirche in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland – mit Belgien und Luxemburg – sowie in rund 20 außereuropäischen Ländern.

Im Dezember 1995 trat der damalige Bezirksapostel von Württemberg und Bayern, Bezirksapostel Karl Kühnle, in den Ruhestand und Bezirksapostel Klaus Saur wurde als sein Nachfolger beauftragt.

Bis zu seiner Ruhesetzung im April 2006 leitete Bezirksapostel Saur dann die Gebietskirchen Baden und Württemberg – die 1997 zur Gebietskirche Baden-Württemberg fusionierten – sowie die Gebietskirche Bayern, die 2002 mit der Gebietskirche Baden-Württemberg zur heutigen Gebietskirche Süddeutschland zusammengeführt wurde. Zudem gehörten zu seinem Arbeitsbereich Gebietskirchen und Gemeinden in rund 30 afrikanischen Ländern, am Persischen Golf und in Osteuropa.

Bezirksapostel Saur hatte insgesamt über 45 Jahre als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche gedient. Er war ein gebetsstarker Seelsorger, mit gläubiger, vertrauensvoll zu Jesus Christus aufschauender Herzenseinstellung, der sich in seinem Handeln gerade auch als verantwortlicher Geistlicher ganz auf Christi Wiederkunft ausrichtete. Davon sprach er auch in seinem letzten Predigtbeitrag – im Gottesdienst am 23. April 2006, in dem er in den Ruhestand trat.

Heimgang am 29. Juli 2014

Nur acht Jahre waren ihm im Ruhestand vergönnt, bis er überraschend im Alter von 74 Jahren verstarb.

„Er hat sein Leben in den Dienst des Herrn gestellt und aus Liebe zu ihm und den Anvertrauten immer wieder aus dem Schatz seines Herzens gegeben. Wir bleiben auch ihm in Liebe und Dankbarkeit verbunden.“

Dies schrieb sein Nachfolger, Bezirksapostel Michael Ehrich, in der auf den Heimgang des Bezirksapostels Klaus Saur folgenden „Südinfos“-Ausgabe, die auch einen Rückblick auf dessen Segensarbeit enthält. (Nr. 20 vom September 2014