Es ist 8:30 Uhr. In der Messehalle ist alles für den großen Tag vorbereitet. Außen wehen die Fahnen mit dem Logo der Neuapostolischen Kirche. Im Inneren der Frankenhalle leuchtet an der Rückwand hinter dem Altar in Blau das Logo der Kirche sowie das Motto des Tages: „Verantwortung im Leben und im Glauben“.

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    Herzlich willkommen zum Jugendtag in Nürnberg

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    Der liebevoll gestaltete Blumenschmuck an der Bühne

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    "Gott spricht: Ich hab dich lieb."

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    "Fair Trade" Blumen am Altar

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    Die Orgel begleitet den Gemeindegesang im Gottesdienst

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    Rund 400 Blumchen in Töpfen wurden extra für den Jugendtag angepflanzt

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    Platz für Wünsche, Anregungen, Gedanken ...

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    Die "Geburtstagskinder" des Tages

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    Der Nachmittag wurde von zwei Jugendlichen moderiert

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    Gastapostel Jörg Steinbrenner aus Norddeutschland

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Der ansprechende Blumenschmuck des Altars und der Bühne ist natürlich auch längst fertiggestellt. Die für die Gestecke gekauften Blumen sind „Fair Trade“ und die Topfpflanzen, die den vorderen Bereich der Bühne zierten, wurden selbst aus Samen gezogen. Eine aufopfernde Arbeit, die mindestens ein Vierteljahr vorher begonnen werden musste. (Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die Blumen gegen eine kleine Spende abgegeben. Der Erlös kommt einem guten Zweck zugute.)

Die langen Stuhlreihen für Chor und Gemeinde sowie die im Halbkreis angeordnete Bestuhlung für das Orchester sind noch unbesetzt. Erwartet werden Jugendliche und ihre Seelsorger und Betreuer aus den Apostelbereichen Heilbronn, München, Nürnberg, Nürtingen und Ulm. Vom Organisations-Team sind allerdings bereits etliche Leute im Einsatz, um letzte Handgriffe zu tun und den „Feinschliff“ vorzunehmen. Viele Monate zuvor war dieses Team schon vorbereitend tätig. Zwei Fotografen sind in der Halle unterwegs, immer auf der Suche nach guten Motiven. Sie halten schon den einen und anderen Eindruck fotografisch fest.

„Come together“ vor dem Gottesdienst

Mittlerweile sind auch die ersten Spieler des Orchesters eingetroffen. Die Spieler kommen alle aus dem Bezirk Ulm. Trompete und Klavier proben schon mal das Zusammenspiel. Es ist 9:15 Uhr; etliche schwarz-weiß gekleidete Chorsängerinnen und -sänger treffen in der Halle ein und suchen ihre Sitzplätze auf. Tags zuvor fand bereits die große Generalprobe von Chor und Orchester in der Halle statt, sie kennen sich aus und müssen nicht lange suchen. Der Chor wird von jugendlichen Sängern aus den fünf eingeladenen Apostelbereichen gebildet.

Auch weitere Gottesdienstbesucher strömen in die Halle und nehmen in den langen Stuhlreihen Platz. Es ist 9:45 Uhr, das Orchester, das aus über 80 Spielern besteht, ist komplett besetzt und spielt sich ein. Immer mehr Reihen werden besetzt und der Stimmenpegel wird lauter. Der große Jugendchor singt sich unter der Anleitung des Dirigenten David Zenker ein, einige Stücke werden geprobt. Es ist bewegend, wenn aus den Kehlen jugendlicher Sänger kraftvoll erklingt: „Großer Gott, wir beten dich an.“

Die ständig herzu strömenden jugendlichen Gottesdienstbesucher werden von Chor- und Orchestervorträgen auf den festlichen Gottesdienst eingestimmt. Erstaunlich, wie früh die Jugendlichen schon anwesend sind, obwohl der Gottesdienst erst um 11:00 Uhr beginnt. Sie genießen das „Come together“ zuvor.

Emotionaler Einstieg und nachdenkliche Stille

Um 10:35 Uhr beginnt dieses offiziell mit einer Moderation von zwei Jugendlichen aus Nürnberg beziehungsweise Fürth. Wünsche und Erwartungen an diesen Jugendtag konnten die Jugendlichen bereits Wochen im Voraus auf einer Plattform im Internet äußern. Am Jugendtag selbst war dazu auf einer aufgestellten Wand vor der Halle noch Gelegenheit. Die Erwartungen und Wünsche der Jugendlichen werden vor dem Gottesdienst in einer Präsentation eindrucksvoll vermittelt und von stimmungsvoller Klaviermusik begleitet.

Die Erwartungen und Wünsche der Jugendlichen erzeugen eine nachdenkliche und bewegende Stimmung. Wünsche nach Frieden, Ruhe und Geborgenheit, aber auch nach der Erkenntnis auf die machtvolle Größe Gottes sind zu lesen. Fürbitten für Traurige und Kranke sind ebenfalls formuliert. Einige Jugendliche zeigen auf der Bühne Schriftbänder mit den Worten „Gebet“, „Ausgrenzung“, „Zusammenhalt“, „Vorurteile“, „Zuversicht“, „Hoffnung“, „Wegweisung“, „Dankbarkeit“.

Anschließend herrscht einige Minuten Stille in der Halle, die mit rund 3.500 Jugendlichen und Amtsträgern gefüllt ist.

Höhepunkt des Jugendtags – der Gottesdienst

Der Gottesdienst beginnt mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes: „O, wie freu'n wir uns der Stunde“. Bezirksapostel Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, betritt die Halle. In seiner Begleitung sind als „Gastapostel“ Jörg Steinbrenner aus Norddeutschland und Apostel Anatolij Budnyk aus der Ukraine. Auch die süddeutschen Apostel Hans-Jürgen Bauer, Volker Kühnle, Hans-Peter Schneider, Dieter Prause und Wolfgang Zenker sowie die Bischöfe und Bezirksämter der eingeladenen Apostelbereiche begleiteten ihn. Nach dem Gebet des Bezirksapostels, den übermittelten Grüßen des Stammapostels (Oberhaupt der Neuapostolischen Kirche weltweit) sowie dem Verlesen des Bibelwortes aus Sirach 15, Verse 14 und 15, tragen Orchester und Chor gemeinsam das Stück „Die Sach‘ ist dein, Herr Jesus Christ!“ vor.

Nach der Predigt des Bezirksapostels wird Apostel Steinbrenner um einen Predigtbeitrag gebeten. Apostel Prause, der an diesem Tag seinen Geburtstag feiert, wendet sich nach dem Orchestervortrag ebenfalls mit einem Beitrag an die Jugendlichen. Nach einem weiteren Chorvortrag schließt sich der Predigtbeitrag von Bischof Eberhard Koch an.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beendet der Bezirksapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Neben Apostel Prause sind noch fünf weitere Personen in der Halle, die an diesem Tag ihren Geburtstag feiern. Sie werden nach dem Gottesdienst auf die Bühne gerufen. Nach der Gratulation singen alle Anwesenden für sie machtvoll das „Happy Birthday to you“. Mit Orgel und Chorvortrag klingt der Gottesdienst aus.

Mittagspause und Nachmittagsprogramm

Die Mittagspause kann auf dem Messegelände verbracht werden. Dank des Sonnenscheins werden auch etliche Picknick-Decken auf der Rasenfläche ausgebreitet und das Mittagessen nicht nur auf den aufgestellten Bierzeltgarnituren gemeinsam genossen.

Um 15:00 Uhr startet das Nachmittagsprogramm. Schon zeitig füllen sich wieder die Stuhlreihen mit erwartungsvollen Jugendlichen. Thema des Nachmittagsprogramms ist das Motto „Verantwortung im Leben und im Glauben“. Souverän moderieren wieder die beiden Jugendlichen Sarah Bauer und Andreas Meder. Zunächst danken sie dem Organisationsteam um Bischof Udo Göhlmann, das sich seit einem dreiviertel Jahr um das Gelingen des Jugendtags gekümmert hat.

Anschließend folgt ein Beitrag zum Thema „Fair Trade“, bezugnehmend auf das Motto „Christliche Verantwortung im Leben“. Das gezeigte Film-Material aus einer indischen Textilfabrik und einer kenianischen Rosenerzeugung sowie des Coltan-Abbaus im Kongo macht nachdenklich.

Gemeinsames Singen steht anschließend auf dem Programm. Kraftvoll der Gesang „Selig sind, die Gottes Wort hören“, in frischer Bearbeitung und mit Klavierbegleitung. Direkt anschließend das englische Lied „God will make a way“. Danach hat der Apostel Steinbrenner Gelegenheit, sich der süddeutschen Jugend vorzustellen und seine Gedanken zu verschiedenen Themen zu äußern. Er appelliert an die Jugend, sich an sozialen Projekten zu beteiligen und sie auch in den Gemeinden zu fördern.

Die Nachmittags-Veranstaltung wird mit einem gemeinsamen Gebet und einem gemeinsam gesungenen Lied beendet. Die tollen Leistungen von Chor und Orchester werden ebenso mit einem kräftigen Applaus honoriert wie auch die gute Vorbereitung des Tages und die gelungene Moderation. Dankbar und freudig wird auch der Bezirksapostel von den Jugendlichen verabschiedet. Um 16:15 Uhr ist der Jugendtag offiziell beendet.

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Sonniger Jugendtag in Nürnberg
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