Ein erlebnisreicher Tag … nicht nur für diejenigen, die das erste Mal einen Jugendtag erlebten, sondern für alle Anwesenden – der Jugendtag 2015 in Offenburg. Eine Teilnehmerin schildert ihre Eindrücke:

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    Bezirksapostel Michael Ehrich

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    Apostel Gert Opdenplatz - der "Gastapostel" aus Hessen

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    Bischof Bernd Bornhäusser

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    Bezirksältester Rolf Bonnet aus dem Bezirk Pforzheim

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    Elena und Simon führten durch das Programm am Nachmittag

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    Evangelist Reinhold Hepp

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    Ein "Selfie" für alle, die nicht dabei sein konnten

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    Bis zum nächsten Jugendtag... 2016 in Stuttgart!

8:30 Uhr – Die ersten Autos rollen auf dem Parkplatz. Strahlender Sonnenschein – kritischer Blick auf die schwarze Anzugjacke. Lachen und freudige Begrüßung. In High-Heels querfeldein Richtung Baden-Arena.

8:40 Uhr – Das sieht ja so gemütlich aus! Vor der Halle sind Tische und Bänke aufgebaut – und schon vollbesetzt: Ankommen und Kaffee trinken. Freunde treffen. Unverhofft bekannte Gesichter sehen. Ein entspannter Einstieg in den Jugendtag!

9:00 Uhr – Am Info-Point letzte Erkundigungen einholen. Rein in die Halle! Instrumente werden gestimmt. Es sind schon einige Plätze besetzt. Der Altarschmuck sieht toll aus – anders als sonst, gehört wohl auch zum Thema Nachhaltigkeit. Topfpflanzen von Offenburger Gärtnereien, die werden nach dem Gottesdienst abgegeben. Blumen aus dem Garten, kein Fremdmaterial - und sogar Teile eines Christbaums sind eingearbeitet.

9:10 Uhr – Im Eingangsbereich der Baden-Arena: totale Bienenstock-Atmosphäre! Erwartungsvolle, freudige Spannung, ein bisschen Modenschau, barfuß oder Lackschuhe. Überall Freude, Gewusel, Schwätzchen, Lachen und Umarmungen. Die Sonne wird einfach mit in die Halle genommen.

10:00 Uhr – In der Baden-Arena: Erster Orchestervortrag – klingt super! Spontaner Applaus brandet in der Halle auf. Die ist schon ganz schön voll! Der Chordirigent motiviert nicht nur seine Sänger, die Freude springt direkt auf alle Anwesenden über. Chor, Bläser und Orchester wechseln sich ab. „Schwarz-weißer Bienenstock“ ist wohl wirklich der passende Begriff für das, was sich in der Halle und davor abspielt.

10:30 Uhr – Nur noch wenige freie Plätze in der Halle. Gefühlt die Hälfte der Teilnehmer sind in Chor und Orchester aktiv. Sehr beeindruckend das Lied „Ich bin hier, Herr…“ – Gänsehautfeeling pur.

10:40 Uhr – Nachwuchssorgen? Glaubensmüdigkeit bei jungen Menschen? Kann man hier nicht sehen! Noch immer strömen Jugendliche in die Halle. Die Vorsteher der Kirchenbezirke sitzen schon auf der Bühne, Nähe Altar. Die restlichen Amtsträger in umfangreicher Anzahl haben sich unter die Jugendlichen gemischt.

10:42 Uhr – Eigentlich soll die „Einstimmung“ losgehen, aber es müssen noch schnell ein paar Stühle aufgestellt werden; zugedeckte Tribünenreihen werden aufgedeckt und füllen sich sofort. Zusatzarbeit für die Helfer im Ordnungsdienst. Aber es ist ja auch ein schönes Signal, wenn der Platz wider Erwarten nicht reicht!

10:45 Uhr – Der Einstieg in den Jugendtag  ist so, wie er angekündigt wurde: emotional. Mehrere Jugendliche sprechen nacheinander Wünsche aus, die im Vorfeld des Jugendtags geäußert wurden:

  • „… ich bin beschäftigt, hilf mir, dass ich trotzdem immer ein offenes Herz für Dich, Herr, haben kann.“
  • „… ich habe solche Angst, meine Familie droht auseinanderzubrechen … Zukunft? Gott, wo bist Du? Bitte tröste mich heute!“
  • „… ich bete dafür, dass heute jeder ein ganz persönliches Glaubenserlebnis hat.“
  • „… ich hoffe, dass ich einen Rat bekomme, wie ich wieder stärker und vorbehaltslos glauben kann.“
  • „… EIN Ziel. EIN Glaube. EIN Gott. EINE Freude. …und TAUSENDE um mich herum, die glauben, beten, hoffen und die Freude in Christus teilen“

10:50 Uhr – Die Halle ist völlig verwandelt: kein Bienenstock mehr, sondern genau das, was man andächtige Stille nennt. Wohltuende, tausendfache Stille und eine Geborgenheit in Gemeinschaft. Der Geist Gottes ist spürbar.

10:55 Uhr – Sanfte, verhaltene Orgelmusik überbrückt die Zeit bis zum Beginn des Gottesdienstes. Auf der Bühnenrückwand steht das Jugendtagsmotto: VERANTWORTUNG IM LEBEN UND IM GLAUBEN. Das Eingangslied ist „Liebster Jesus, wir sind hier“. Gleich geht es los. Erwartungsvolle Spannung liegt im Raum.

11:00 Uhr – Der Gottesdienst beginnt. Das Bibelwort ist aus Philipper 2, Verse 4 und 5 „…ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient“. Die Lieder von Chor und Orchester passen toll zu den Predigtteilen und werden richtig gefühlvoll vorgetragen. Jeder will sein Bestes geben. Der Bezirksapostel greift in der Predigt drei Punkte heraus, wie man „dem anderen dienen“ ganz praktisch im eigenen Leben umsetzen kann.

„Gastapostel“ Gert Opdenplatz aus Hessen ist sehr dynamisch in seinem Predigtbeitrag und weist auf die Verantwortlichkeit des Einzelnen hin: für den Glauben – aber auch z.B. für das, was jeder so postet in der Welt der sozialen Netzwerke.

„Come share the Lord“ erklingt, als Heiliges Abendmahl gefeiert wird, auch für Entschlafene. Intensive Empfindungen, innere Bewegung rundum, feuchte Augen, dann die tiefe Gewissheit, im Lied ausgedrückt: „I have a home beyond the river“. Beim gemeinsamen Schlusslied „Stern, auf den ich schaue“ nach dem Gottesdienst erheben sich spontan alle von den Stühlen.

Der erste Teil des Jugendtags war einfach klasse! Verblüffend, dass während des Gottesdienstes tatsächlich kein einziges Handy geklingelt hat! Der Bezirksapostel lädt nicht nur für den Nachmittag herzlich ein, sondern hat dafür „jacken- und krawattenfreie Zone“ ausgerufen. Das klingt nicht schlecht; auch wenn es nicht so nötig ist, da die Halle gut klimatisiert ist. Jetzt mal gucken, wie es diesmal mit dem Mittagessen klappt …

12:45 Uhr – Erst einmal Handy checken, schnell ein paar WhatsApp an die Daheimgebliebenen, noch eine weitere Essensmarke am Infopoint kaufen.

13:00 Uhr – Huch? Kein Gerangel und Gedränge in der Nebenhalle, die Essensausgabe ist perfekt organisiert. Blitzschnell und nicht auf Einweggeschirr – siehe Tagesmotto –, das schmeckt noch besser. Drinnen in der Halle essen oder doch lieber im Freien? Bei gefühlten 30 Grad Celsius in der Sonne sieht die Wiese vor der Halle aus, als wäre man in einem Münchner Biergarten. Picknickkörbe, Schüsseln mit allen erdenklichen Leckereien, Wassermelonen. Manche haben sogar Klappstühle und Tisch angeschleppt. Voll gemütlich. Die Jungs tauschen Anzughose gegen Shorts, um besser Fußball, Frisbee oder Tennis spielen zu können. Zeit für Gespräche, zufällige oder geplante Begegnungen und das erhoffte Gruppenbild mit dem Apostel.

14:20 Uhr – In der Baden-Arena sind Chor und Orchester wieder aktiv. Picknickdecke zusammenrollen, schnell noch die Getränkeflaschen zurückgeben – das dauert länger, weil man alle die trifft, die man vorher noch nicht gesehen hatte –, und noch ein Eis schlecken.

14:40 Uhr – Was denn, die Halle schon wieder ordentlich besetzt und das morgendliche Plätzchen auch! Ausschau halten nach einem der wenigen leeren Plätze. Orchester und Chor sind in Hochform.

15:03 Uhr – Der Bezirksapostel eröffnet die Nachmittagsveranstaltung.

15:05 Uhr – Film zum Einstieg ins Thema. Beeindruckende Bilder zu Gottes Schöpfung. Geniale Fotos, die von Jugendlichen gemacht wurden.

15:15 Uhr – Fair Trade – Gemeindeevangelist Reinhold Hepp aus der Fair-Trade-Stadt Stuttgart ist für dieses Thema aktiv. Er gibt Impulse, betont aber, dass es in der Entscheidung jedes Einzelnen liegt, wie er schlussendlich handelt. In den Vortrag eingebaut: Bedrückende Kurzfilme über die „Arbeitsbedingungen“ und das „Arbeiterleben“ in der Textil- und Blumenproduktion am Beispiel Indien und Kenia und über den Coltanabbau im Kongo (Stichwort „blutige Handys“).

Ganz schön heftig, was dort so abgeht und was hier keiner weiß – oder wissen will? Evangelist Hepp sagt, was der Einzelne tun kann: sich informieren, als mündiger Käufer auftreten, angemessenes Konsumverhalten, Zivilcourage im Alltag zeigen (es muss nicht immer das neueste Handy sein… - der Andere ist mehr wert als das Handy!), Unterstützung von Initiativen …

15:45 Uhr – Der Schlussappell „Du hast die Wahl – Du hast die Verantwortung“. Dazu die Ermutigung: Jeder kann an seinem Platz etwas bewirken … Auch der Bezirksapostel appelliert an die Teilnehmer, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten dazu beiträgt, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Wie das Motto des Jugendtages sagt: VERANTWORTUNG IM LEBEN UND IM GLAUBEN.

15:49 Uhr – Ein Lied aus den Taize-Gesängen „Jésus le Christ“. Steht im Jugendliederbuch als Nr. 53 auf Englisch. Kraft schöpfen aus dem gemeinsamen Singen. Danach einfach Ruhe im Raum. Stimmt tatsächlich, dass Stille manchmal notwendig ist und Kraft gibt. Wieder diese tausendfache Stille. Echt beeindruckend!

16:05 Uhr – Musikalischer Höhepunkt: Ein Medley aus dem Musical “König der Löwen“. Orchester mit Schlagzeug und allem, was dazugehört. Super Leistung, Standing Ovations in der Halle.

16:10 Uhr – Jetzt ist der „Gastapostel“ noch einmal dran. Die Moderatoren interviewen ihn nicht persönlich, sondern spielen einen Film ein: Sie haben Bezirksapostel Bernd Koberstein, Jonathan Opdenplatz (Sohn des Apostels) und Apostel Franz-Wilhelm Otten nach drei besonderen Eigenschaften von Gert Opdenplatz befragt. Sehr amüsant, auch für den überraschten Apostel. Das Mikro geht an ihn und dann geht es nochmals richtig zur Sache: Kurz, knapp und sehr dynamisch nimmt er Stellung zum Tagesmotto. Auch diejenigen, die fern sind, sind unsere Nächsten – und auf den anderen schauen, bedeutet auch, zu schauen, wie es denen in der Ferne geht. Die Aussage des Apostels: „… Man muss mit Barmherzigkeit und Mitleid nicht warten, bis einer mal tot ist!“ brennt sich in Herz und Hirn.

16:27 Uhr – Die Moderatoren berichten von vielen Rückmeldungen Jugendlicher, die aus unterschiedlichen Gründen nicht teilnehmen konnten. Sie machen ein Selfie für alle, die nicht zum Jugendtag kommen konnten - mit der ganzen Halle im Hintergrund. Klasse Idee!

16:35 Uhr – Nach dem Gebet das Lied „Lobt froh den Herrn“ als Abschluss-Ohrwurm zum Mit-nach-Hause-Nehmen. Der Bezirksapostel hat noch eine super Neuigkeit: 2016 gibt es wieder einen gemeinsamen Jugendtag. Er wird in Stuttgart stattfinden. Als „Gastapostel“ sind Uli Falk (Norddeutschland) und Franz-Wilhelm Otten (Nordrhein-Westfalen) angekündigt. Ein Blick auf die Uhr verblüfft: Der Nachmittag ist sowas von schnell vorbei gegangen - es hatte doch eben erst angefangen?! Allgemeines Zusammenpacken rundherum.

17:00 Uhr – Die Halle ist leer, die allerletzten Reste des Blumenschmucks werden verladen. Viele Umarmungen, ein wenig Abschiedstraurigkeit, gleichzeitig absolute Begeisterung. Das Redaktionsteam verabschiedet sich voneinander, die ersten Fotos sind schon auf www.nak-sued.de zu sehen. Fundsachen finden den Weg zu ihren Besitzern. Kurze Besprechung: Nachtreffen am Baggersee – es hat ja immer noch 28 Grad? Zurück zum Auto über die Wiese, die mittags noch Picknickplatz war. Kein Plastikbecher, kein Papier, nix außer Wiese. Einfach vorbildlich – Verantwortung praktisch umgesetzt. Insgesamt: ein supertoller Jugendtag!

 

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Jugendtag in Offenburg
Fest der Gemeinschaft und Begegnungen

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