Am Freitag, 12. Juni 2015, fand die diesjährige Mitgliederversammlung des Missionswerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. statt.

"Treff international" in Auenwald-Unterbrüden

Auf der Tagesordnung standen unter anderem der Jahresbericht des Vorstands und der Bericht des Wirtschaftsprüfers sowie die Beratung und Beschlussfassung über den Haushaltsplan 2016.

Das im Jahr 1993 gegründete Missionswerk ist das Hilfswerk der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland. Die finanziellen Mittel stammen zum großen Teil von der Gebietskirche Süddeutschland, die sich ihrerseits zum weit überwiegenden Teil aus Opfern und Spenden finanziert, denn sie erhebt keine Kirchensteuer oder Mitgliedsbeiträge. Auch werden keine Zuschüsse des Staates beansprucht.

„Es gilt, über den Tellerrand des eigenen Erlebens hinauszublicken und ein offenes Herz und eine offene, helfende Hand für den Nächsten zu haben. Ich bin sehr dankbar, dass viele von uns bereit sind, für Mitmenschen in Not etwas zu tun“, sagte Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland und Erster Vorsitzender im Vorstand des Missionswerks, in der Einleitung zu den drei Projektberichten, die diesmal den Missionswerks-Mitgliedern vorgestellt wurden: Dabei wurden Informationen gegeben über

  • das christliche Kinder und Jugendwerk „Die Arche“ e.V. (München), das seit einigen Jahren von der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland über das Missionswerk unterstützt wird,
  • eine Spende in Höhe von 24.000 Euro, die – über das in Augsburg gegründete europäisch-christliche Entwicklungswerk für Syrien – als Lebensmittelhilfe Christen in der syrischen Stadt Sadad zugutekam,
  • über einen Förderschwerpunkt des Missionswerks in diesem Jahr, die Flüchtlingshilfe.

Flüchtlingshilfe als Förderschwerpunkt 2015

Gemäß dem neuapostolischen Glaubensverständnis ist soziales Engagement – „praktizierte Nächstenliebe“ – ein Auftrag aus dem Evangelium. Bezüglich der Flüchtlingshilfe hatte sich der Bezirksapostel im Februar 2015 an alle Kirchengemeinden in Süddeutschland gewandt und unter anderem geschrieben: „Nun gibt es die gesellschaftliche Herausforderung, sich zugunsten von Menschen einzubringen, die aus ihrer Heimat geflohen sind und nun als unsere Nächsten Hilfe brauchen.“ Er empfahl, da für eigene Aktivitäten in diesem Bereich die Kapazität nicht ausreiche, an kommunalen oder kirchlichen Hilfsmaßnahmen, z.B. von Caritas und Diakonie, mitzuwirken.

Grundsätzlich liegt der Schwerpunkt der begleitenden Hilfe durch neuapostolische Christen im persönlichen Engagement, beispielsweise durch Jugend oder Senioren. Nebenräume von neuapostolischen Kirchen – die in der Regel nicht nur Sakralbau sind, sondern auch die Funktion eines Gemeindehauses erfüllen – dürfen genutzt werden, zum Beispiel für Treffen der Arbeitskreise, Sprachkurse und offene Treffs.

In der Missionswerks-Tagung wurde exemplarisch über das Engagement einiger Kirchenmitglieder in Kirchenbezirk Backnang referiert: Dort hat sich Ende 2014, als die Kommune Auenwald 17 Flüchtlinge aufgenommen hat, ein Unterstützerkreis aus der Bevölkerung gebildet, der „AK Integration Auenwald“, dem auch Mitglieder der Kirchengemeinden in Lippoldsweiler und in Unterbrüden angehören. Das erste Treffen des AK hatte im dortigen Rathaus, das zweite bereits in der neuapostolischen Kirche in Auenwald-Unterbrüden stattgefunden, wo seitdem als fester Bestandteil der Angebote der wöchentliche „Treff international“ stattfindet.

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