Zwei Institutionen, die sich der Hilfe für Kriminalitätsopfer verschrieben haben, wurden im Dezember 2018 mit einer Spende aus dem Budget des Gebietskirchen-Hilfswerks „human aktiv“ unterstützt.

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Eine Spende für den "Weißen Ring"...

Eine Spende in Höhe von 20.000 Euro ging an den „Weißen Ring“, einen Verein mit verschiedenen Landesverbänden, der Menschen beisteht, die nach einer gegen sie gerichteten Straftat Hilfe benötigen. Rund 3000 ehrenamtliche sogenannte Opferhelfer engagieren sich im „Weißen Ring“ und helfen Opfern von Verbrechen durch persönliche Betreuung. Auch vermitteln sie Hilfestellung im Umgang mit Behörden, zudem vermitteln sie Hilfen anderer Stellen – zum Beispiel anwaltliche Erstberatung oder psychologische / psychotraumatologische Unterstützung – und geben ggf. finanzielle Unterstützung zur Überbrückung von Notlagen, die aufgrund der Straftat entstanden sind.

In Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen unterstützt der „Weiße Ring“ darüber hinaus Präventionsprojekte, beispielsweise Prävention vor sexuellem Missbrauch von Kindern oder beim Thema „Cybermobbing“.

Die Finanzierung des „Weißen Rings“ erfolgt durch Mitgliedsbeiträge, Spenden sowie Zuweisungen von Geldbußen; öffentliche Zuschüsse beansprucht er nicht. Über das Hilfswerk der Gebietskirche Süddeutschland wird er seit Jahren finanziell unterstützt.

… und für „BIOS-BW“

„BIOS-BW“ ist das Kürzel für die „Behandlungsinitiative Opferschutz Baden-Württemberg“, ein in Karlsruhe ansässiger gemeinnütziger Verein, an den diesmal eine Spende in Höhe von 10.000 Euro aus dem Budget von „human aktiv“ gegeben wurde.

„BIOS“ hat als Vereinszweck die Förderung des Opferschutzes durch Kriminalprävention, unter dem Gedanken: „Wegsperren allein hilft nicht – Behandlung von Straftätern ist präventiver Opferschutz“. Der Verein hilft Opfern von Straftaten und setzt sich für die Verbrechensvorbeugung und die Reduzierung von Verbrechensfolgen ein. In Zusammenarbeit mit u.a. der Forensischen Ambulanz Baden trägt er dazu bei, dass für Straftäter ein breites Angebot rückfallreduzierender psychotherapeutischer Maßnahmen besteht.

Der Erste Vorsitzender von „BIOS“, Klaus Michael Böhm, ein Richter am Oberlandesgericht, hatte auf Einladung des Bezirksapostels Michael Ehrich auch schon an einer Tagung der Mitglieder des Gebietskirchen-Hilfswerks teilgenommen und über die bedeutende, interdisziplinäre Arbeit des Vereins referiert, in dem sich Richter, Staatsanwälte, Vollzugsangehörige, Sozialarbeiter, Anwälte, Psychotherapeuten, Psychologen und weitere Fachleute zusammengeschlossen haben.