Am Sonntag, 14. Oktober 2018, waren alle Amtsträger – ordinierte Geistliche – aus den Kirchenbezirken und -gemeinden in Süddeutschland eingeladen, den Gottesdienst mitzufeiern, den der Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, in Schweinfurt durchführte.

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    Übertragung eines Gottesdienstes

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    Bezirksapostel Michael Ehrich am Altar in Schweinfurt

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    Der gemischte Chor

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    Das Kirchengebäude in der Theresienstraße in Schweinfurt

Eine Bild-und-Ton-Übertragung via Satellit erfolgte dazu in rund 80 Kirchen in Süddeutschland. Außerdem wurde der Gottesdienst in die europäischen Länder übertragen, die zum Arbeitsbereich des Bezirksapostels gehören – Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Serbien und die Ukraine – sowie nach Israel und Arabien.

Außer den aktiven Amtsträgern waren die Amtsträger im Ruhestand zu dem Gottesdienst eingeladen, ebenso die Ehefrauen sowie Witwen von Amtsträgern.

Gesandte Gottes – dienen aus Liebe

Die Amtsträger feierten den Gottesdienst am 14. Oktober als eine große Gemeinde im Bewusstsein, Glaubensstärkung, Segnung und neue Ausrichtung für ihren kirchlichen Amtsauftrag zu erhalten, um weiterhin in Wort und Tat das Evangelium zu verkündigen. Ihren Dienst erfüllen sie ehrenamtlich und aus freien Stücken; sie dienen aus Liebe zu Gott und den Menschen.

Dazu erklärte der Bezirksapostel, dass die Ausbreitung des Evangeliums ein Auftrag an alle Christen ist, doch haben die Amtsträger – ordiniert ins Diakonenamt, priesterliche Amt oder das kirchenleitende Apostelamt –, Auftrag und Vollmacht, das Evangelium zu verkündigen: „Von daher ist ein ordinierter Amtsträger mehr als nur ein ehrenamtlicher Mitarbeiter – er ist ein Gesandter Gottes!“

Vor seiner Himmelfahrt gab Jesus Christus den Aposteln Auftrag und Vollmacht, das Evangelium, die frohe Botschaft vom Heil, zu verkündigen und in seine Nachfolge zu rufen. Wie die ersten Apostel, erfüllen die Apostel heute die dem Apostolat obliegende Aufgabe, Menschen das Heil aus Jesus Christus zugänglich zu machen.

Aus dem Apostelamt gehen Vollmacht, Segnung und Heiligung der Amtsträger zum Dienst in den Gemeinden hervor. Die Ordination in das geistliche Amt – die vom Apostel vollzogen wird – ist eine Segenshandlung; ihre Heiligkeit und der dienende Charakter des Amtes werden dadurch deutlich, dass das Amt kniend empfangen wird.

Heil nur in Jesus Christus

Als Grundlage für die Wortverkündigung im Gottesdienst am 14. Oktober nahm der Bezirksapostel ein Bibelwort aus dem Alten Testament, aus dem Buch des Propheten Jesaja: „Der Geist Gottes des Herrn ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen.“ (Kapitel 61, Vers 1) Die Botschaft des Propheten Jesaja richtete sich besonders an die Elenden, und der Bezirksapostel verwies darauf, dass Jesus Christus in seiner Predigt in Nazareth dann dieses Wort auf sich bezog. Jesus Christus wandte sich besonders den Menschen zu, die damals wenig Beachtung fanden – doch gilt sein Heilsangebot allen Menschen. „Er ist der einzige Weg zum Heil, und auch heute gilt es zu verkündigen, dass nur in ihm das Heil zu finden ist“, unterstrich der Bezirksapostel.

Die sieben süddeutschen Apostel waren in Begleitung des Bezirksapostels. Zur weiteren Wortverkündigung wurden zuerst Bischof Urs Heiniger, der in den Kirchenbezirken des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen arbeitet, und Bezirksältester Ralf-Werner Münster, der Vorsteher des Kirchenbezirks Nürnberg-Ost, gerufen. Aus dem Kreis der Apostel bat der Bezirksapostel Apostel Volker Kühnle, der den Apostelbereich Nürtingen leitet, und Apostel Wolfgang Zenker, der den Apostelbereich München leitet, um einen Predigtbeitrag.

Ein gemischter Chor und Instrumentalisten gestalteten den Gottesdienst musikalisch und stimmten mit ihren Vorträgen bereits vor Gottesdienstbeginn die große Gemeinde auf das Erleben ein.

Jedes Jahr findet in Süddeutschland für die ordinierten Amtsträger ein solcher Gottesdienst statt – entweder durch den Stammapostel, den höchsten Geistlichen in der Kirche, oder durch den Bezirksapostel. Dieser hat in seinem Arbeitsbereich („Bezirksapostelbereich“), der Gebietskirchen in rund 30 Ländern umfasst, die Verantwortung u.a. für die geistliche Ausrüstung der Amtsträger und legt die Schwerpunkte der kirchlichen Arbeit fest.