Seit jeher gilt der Grundsatz der Freiwilligkeit für die Mitarbeit im Gemeindeleben sowie für die Finanzierung der Kirche: Sie erhebt weder Kirchensteuer noch Beiträge von den Mitgliedern, sondern finanziert sich von dem, was in die „Opferkästen“ in den Kirchengebäuden gelegt wird, und von Spenden.

An Erntedank – dem Fest, an dem Gott als dem Schöpfer und Geber aller guten Gaben (Jak 1,17) Dank dargebracht wird – ist es vielen Gläubigen ein Anliegen, ihre Dankbarkeit durch ein zusätzliches finanzielles Dankopfer auszudrücken.

Einblick in die Verwendung des vorjährigen Dankopfers wird in Süddeutschland seit Jahren im sogenannten Dankopfer-Flyer gegeben. Darin wird auch exemplarisch über Benefizveranstaltungen informiert. Bezirksapostel Michael Ehrich schrieb dazu im Vorwort zum diesjährigen „Dankopfer-Flyer": „Vieles von dem, was wir unternehmen, um die Not unseres Nächsten zu lindern, wird nicht publik gemacht (Mt 6,3). Aber ob es nun öffentlich war oder ganz ‚diskret‘ – für alles, was ihr aus der Liebe heraus an Gutem getan habt, danke ich euch von Herzen!“ Er brachte auch seinen Dank für die „Opfertreue“ der Glaubenden zum Ausdruck und hielt fest: „Beweggrund für unsere Opfer ist unsere Dankbarkeit gegenüber Gott und unsere Liebe zu ihm. Aber es ist uns auch bewusst, dass wir mit unseren Opfergaben und unserem ehrenamtlichen Engagement zu einem großen Teil die vielfältige kirchliche Tätigkeit im Inland und auch in den betreuten Gebietskirchen ermöglichen.“

Das Dankopfer 2015 wird für die weltweite Tätigkeit der Kirche sowie für humanitäre Hilfe verwendet. „In diesem Jahr werden wir aus dem Dankopfer auch einige von uns betreute Gebietskirchen in westafrikanischen Ländern, nämlich Liberia und Sierra Leone, unterstützen, wo bis vor einigen Monaten noch die Ebola-Epidemie wütete“, so der Bezirksapostel in einem Rundschreiben an die Gemeinden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind durch diese Epidemie über 9.500 Menschen gestorben, über 23.000 Infektionen wurden registriert. Wegen der Quarantäne infolge der Ebola-Epidemie und da vielerorts der Ausnahmezustand ausgerufen werden musste, gab es in diesen Ländern ernste Nahrungsmittel-Krisen. Auch im Nachgang ist dort finanzielle Hilfe weiter nötig.

Bis Ende Oktober 2015 können Dankopfer-Überweisungen (mit der Angabe „DO 2015“) noch erfolgen, an die NAK Süddeutschland unter der IBAN: DE 44 6001 0070 0111 1207 03.

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