Am Sonntag, 4. März 2018, feierten die Gemeinden den ersten diesjährigen Gottesdienst zum Gedenken an Verstorbene.

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Dreimal im Jahr, jeweils am ersten Sonntag in den Monaten März, Juli und November, finden solche Gottesdienste statt. Das Thema des Gottesdienstes zu Beginn des Monats März 2018 bzw. das der Predigt zugrunde liegende Bibelwort verwies darauf, dass Christus der einzige Weg ist, um zum Heil und in die ewige Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott gelangen zu dürfen. Dieser Weg steht Lebenden und Toten gleichermaßen offen.

Als Grundlage für die Predigt diente das bekannte Wort Jesu Christi aus dem Johannes-Evangelium, Kapitel 14, Vers 6: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“

Durch Christi Opfer Hilfe und Heil für Lebende und Tote


Jesus Christus hat den Tod besiegt und damit dem Menschen den Zugang zum ewigen Leben ermöglicht. Seit dem Opfer Christi kann der Mensch aus dem geistlichen Tod errettet werden.

Zuwendung von Heil geschieht durch die Evangeliumsverkündigung, die Vergebung der Sünden und die Sakramente. Dies alles ist auch den Toten zugedacht. Für sie gilt, wie für die Lebenden, dass der Glaube an Jesus Christus unerlässlich zur Erlangung des Heils ist.

Da Heil aus Jesus Christus auch nach dem leiblichen Tod erlangt werden kann, treten neuapostolische Christen in Fürbitte für Heilsbedürftige ein und bitten Gott, er möge den Verstorbenen helfen.

Was sagt der Katechismus dazu?


Von dem, was in dem 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ dazu ausgeführt wird, zitieren wir nachstehend:

90. Muss der Mensch im geistlichen Tod bleiben?

Den Zustand des Getrenntseins von Gott kann der Mensch von sich aus nicht aufheben. Aber auch als Sünder bleibt der Mensch nicht ohne Trost und Beistand Gottes. Gott lässt ihn nicht im geistlichen Tod: Mit der Menschwerdung Gottes in Jesus Christus, dessen Opfertod und Auferstehung hat Gott für alle Menschen die Möglichkeit geschaffen, aus dem geistlichen Tod errettet zu werden.

Einen ersten Hinweis auf das Opfer Christi erhält der Mensch, als Gott zur Schlange spricht: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen“ (1. Mose 3,15).

99. Welche Bedeutung hat der Opfertod Jesu für uns?


Mit seinem Opfertod legte der Sohn Gottes den Weg, dass die Sünder aus dem geistlichen Tod errettet werden und das ewige Leben erlangen können: „Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen. Darin besteht die Liebe: nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden“ (1. Johannes 4,9.10).

Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.