In den Gottesdiensten am kirchlichen Hochfest „Christi Himmelfahrt“ wird des heilsgeschichtlichen Ereignisses der Rückkehr Jesu Christi zu Gott, dem Vater, gedacht.

Nach christlichem Glauben ist Gott, der Sohn, Mensch geworden: Vor 2.000 Jahren wurde er von der Jungfrau Maria in Bethlehem geboren. Das Fest der Geburt Jesu Christi feiern wir an Weihnachten.

Er hat unter den Menschen gelebt, er hat sich ihnen in vollkommener Liebe zugewandt, er hat ihnen den Willen Gottes verkündigt und den Weg zu Gott gezeigt. Zur Erlösung der Menschen ist er am Kreuz gestorben.

Mit seinem Opfertod versöhnt Jesus Christus, der Mittler, die Menschen mit Gott und schafft Erlösung von Sünde und Tod, ewiges Heil. Seines Opfertodes gedenken die Christen an Karfreitag. Seine Auferstehung von den Toten – am dritten Tag nach der Kreuzigung – feiern sie an Ostern.

Himmelfahrt (auch „Auffahrt“) ist das Fest, das 40 Tage nach Ostern begangen wird. Denn nach biblischem Bericht vollzog sich die Himmelfahrt von Jesus Christus am 40. Tag nach seiner Auferstehung. Seine Jünger wurden Augenzeugen.

Wie die Auferstehung Jesu Christi, so ist seine Himmelfahrt für die Glaubenden ein Fest der Freude – die beiden Geschehnisse zeigen die Göttlichkeit von Jesus Christus.

Die Himmelfahrt Jesu Christi ist auch verknüpft mit der Verheißung seines Wiederkommens. Seine Verheißung: „Wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin“ (Johannes-Evangelium Kapitel 14,3) wurde gemäß der Schilderung in Apostelgeschichte 1 unmittelbar nach seiner Himmelfahrt bekräftigt: „Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen“ (Apostelgeschichte 1, Vers 11).

Die Gottesdienste am Fest Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 14. Mai 2015, finden in den Kirchengemeinden Süddeutschlands am Vormittag statt, Beginn ist um 9.30 Uhr.