Bischof Eberhard Koch aus dem Apostelbereich Nürtingen ist im Gottesdienst am ersten April-Sonntag 2016 nach langer und sehr segensreicher kirchlicher Amtstätigkeit in den Ruhestand getreten.

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    Bischof Eberhard Koch

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    Kinder bedanken sich mit einem Lied ...

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    ... beim Bischof, der auch ihnen sehr nahe war.

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    In den Händedruck legt der Bezirksapostel den Dank aller

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    Blumen als sichtbares Dankeschön

(Den Bericht über diesen Gottesdienst, der in der Kirche Reutlingen-West stattfand und in den europäischen Arbeitsbereich des Bezirksapostels Michael Ehrich übertragen wurde, finden Sie hier.)

Ein wahrer Seelsorger, ganz nahe bei den Geschwistern

In seiner Ansprache an den Bischof vor der Ruhestands-Handlung unterstrich Bezirksapostel Michael Ehrich, Bischof Koch sei als wahrer Seelsorger immer ganz nahe bei den Glaubensgeschwistern gewesen. Als „wahrlich Priester aller Priester“ habe er alle Amtsträger im Apostelbereich Nürtingen unterstützt, besonders auch in schwierigen Situationen, bei kranken Gemeindemitgliedern und in Kondolenzbesuchen. Immer habe Bischof Koch ein offenes Ohr, ein offenes Herz für die Nöte und Anliegen der Brüder und Schwestern gehabt. Oft habe er, wie es auch aufgrund des Bibelworts in der Predigt angeklungen sei, ihnen Trost zugesprochen und Mut gemacht: „Fürchtet euch nicht!“ Und in unzähligen Begegnungen habe er den Gemeindemitgliedern Freude ins Herz gelegt.

Insgesamt 38 Jahre wirkte Bischof Koch als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche, 17 Jahre im ehrenamtlichen und 21 Jahre als Bischof im hauptamtlichen Kirchendienst. Bereits als Gemeindeevangelist reiste er nach Westafrika, und so hat er fast ein Vierteljahrhundert lang die Gemeinden und Bezirke in den westafrikanischen Gebietskirchen Äquatorial-Guinea, Gabun, Kamerun und Nigeria mitbetreut.

Der Bischof in seiner im positivsten Sinn, wie der Bezirksapostel betonte, ruhigen und überlegten, ausgleichenden Wesensart und seiner hohen Weisheit unterstützte in den 21 Jahren seines Wirkens hierzulande die Bezirksapostel Karl Kühnle und Klaus Saur und in besonderer Weise Apostel Volker Kühnle, den Leiter des Apostelbereichs Nürtingen.

Äußerlich von eher kleiner Gestalt, aber „mit einem großen Herzen, mit großem Verständnis und mit großer Liebe“, so der Bezirksapostel, hat Bischof Koch eine beeindruckende Segensarbeit geleistet. „Es ist nicht möglich, mit ein paar Worten die Arbeit zu würdigen, aber beim Herrn ist ein Gedenkbuch geschrieben“, griff der Bezirksapostel ein Bild aus der Bibel auf: „Das ist kein dünnes Heftchen – das ist bei dir ein dickes Buch!“

Insbesondere in den westafrikanischen Ländern Gabun, Kamerun und Nigeria leistete Bischof Koch Grundlegendes bei der Seminararbeit für die kirchlichen Unterrichte, beispielsweise die Sonntagsschule, für Amtsträger und – als studierter Musiker – auf dem Gebiet der Kirchenmusik. An vielen entscheidenden Stellen in Süddeutschland und international wirkte er aufgrund seiner herausragenden intellektuellen Begabung mit und hinterließ tiefe Segensspuren.

In sein erstes geistliches Amt, das Unterdiakonenamt, wurde Eberhard Koch am 30. Juli 1978 durch Bezirksapostel Karl Kühnle ordiniert. Zwei Jahre später empfing er das Diakonen- und im Jahr darauf das Priesteramt. Im Mai 1990 wurde er zum Gemeindeevangelisten und im März 1993 zum Hirten ordiniert. Mit einem sehr demütigen Herzen, so der Bezirksapostel, hat Eberhard Koch dann am 26. März 1995 durch Stammapostel Richard Fehr in einem großen Gottesdienst in Wiernsheim das Bischofsamt empfangen. Über all die Jahre hinweg erfüllte er mit hohem Engagement, gläubig und voll Seelenliebe seine Amtsaufgaben.

„Du warst immer ein Gottesknecht, der auch erkennen ließ: Ja, ich vertraue auf den Herrn!“, attestierte der Bezirksapostel dem aus dem aktiven Kirchendienst scheidenden Bischof. Er sprach auch Situationen an, in denen sie beide gemeinsam gebetet und um Lösungen gerungen hatten. „Du hast immer auf den Herrn gebaut!“

Eine Ära zu Ende

Bischof Koch sei „ein Bischof mit Herz und Seele“ gewesen, mit seinem Ruhestand gehe in gewisser Weise eine Ära zu Ende, sagte der Bezirksapostel. Mit herzlichen Dankesworten für die Arbeit dieses treuen Gottesknechtes verabschiedete er den Bischof in den Ruhestand und wünschte ihm die Fülle göttlichen Segens. „Ich entlaste dich von der Aufgabe, das Bischofsamt aktiv auszuführen. Du bist und bleibst – ich sage das bewusst – unser lieber Bischof!“