Nach sehr segensreicher kirchlicher Amtstätigkeit ist Bischof Georg Kaltschmitt aus dem Apostelbereich Tübingen im Gottesdienst am 16. Oktober 2016 in den Ruhestand getreten.

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    Bischof Georg Kaltschmitt

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    Bischof Georg Kaltschmitt

(Über diesen Gottesdienst, in dem auch Bischof Udo Göhlmann sowie ein Bezirksältester in den Ruhestand traten, berichten wir hier.)

Immer ansprechbar – eine Vertrauensperson mit einem offenen Herzen

In seiner sehr offenen, herzlichen Art war Bischof Georg Kaltschmitt für die Amtsträger und Glaubensgeschwister in seinem Arbeitsbereich „eine Vertrauensperson, Ansprechpartner für Brüder und Schwestern gerade auch in schwierigen Situationen“, hob Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, in seiner Ansprache vor der Ruhestands-Handlung hervor. Er unterstrich, was Apostel Martin Schnaufer zusammenfassend in der Würdigung der großen Segensarbeit von Bischof Kaltschmitt ausgedrückt hatte: „Er war ein Seelsorger mit einem offenen Ohr, einem offenen Herzen und mit großer Gastfreundschaft. Er war praktisch immer ansprechbar und hat sich gerne die Zeit genommen!“ In der Seelsorge war der Bischof auch sehr viel in den Kliniken in Tübingen, seinem Geburts- und Wohnort, bei erkrankten Glaubensgeschwistern, um ihnen tröstend und fürbittend zur Seite zu stehen; ein Liebesdienst, der auch häufig sehr dankbar von ihnen zur Sprache gebracht wurde.

Insgesamt 36 Jahre arbeitete Bischof Kaltschmitt als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche, 22 Jahre im ehrenamtlichen und 14 Jahre als Bischof im hauptamtlichen Kirchendienst. Außer für die Gemeinden im Arbeitsbereich Tübingen war Georg Kaltschmitt ein – so attestierte es ihm der Bezirksapostel – „freudiger, motivierender Vorangänger im Glauben“ für die Gemeinden und Kirchenbezirke in Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien, wo er 18 Jahre lang, von 1991 bis 2009, „seine Aufgaben mit Herz und Seele erfüllt“ hat. So sind dem Bischof auch die dortigen Glaubensgeschwister ans Herz gewachsen, es besteht zu ihnen auch heute noch eine intensive innere Verbindung.

Bischof Kaltschmitt war in internationalen und süddeutschen Arbeitsgruppen tätig, zudem seit 2005 im Vorstand des Forums Fasanenhof e.V., der die Begegnungsstätte der Gebietskirche Süddeutschland betreibt (seit 2016 hat er dort den Vorsitz). Auch wurde er in die Planungsgruppe für den internationalen Jugendtag 2019 berufen, und allein schon deshalb konnte der Bezirksapostel bei der Verabschiedung des Bischofs in den Ruhestand sagen, er sei dankbar, „dass ich dich an meiner Seite haben durfte, und ich bin dankbar, dass ich dich auch künftig an meiner Seite haben darf!“ In den 14 Jahren als Bischof unterstützte Georg Kaltschmitt außer Bezirksapostel Ehrich auch dessen Amtsvorgänger, Bezirksapostel Klaus Saur, und vor allem Apostel Martin Schnaufer, Apostel Wolfgang Eckhardt und – die längste Zeit – Apostel Wolfgang Bott in ihrer jeweiligen Zuständigkeit für den Arbeitsbereich Tübingen.

In sein erstes geistliches Amt, das Unterdiakonenamt, wurde Georg Kaltschmitt am 28. August 1980 durch Apostel Herbert Volz ordiniert. Im Jahr darauf wurde er zum Diakonen und 1984 zum Priester ordiniert. Im April 1991 empfing er durch Bezirksapostel Karl Kühnle das Bezirksevangelisten-Amt und den Auftrag, im Kirchenbezirk Albstadt zu dienen. Noch im selben Jahr, am 29. Dezember 1991, ordinierte ihn Bezirksapostel Kühnle zum Bezirksältesten und beauftragte ihn mit der Leitung des Kirchenbezirks Albstadt. In einem Festgottesdienst am 18. August 2002 in Bamberg wurde Georg Kaltschmitt dann durch Stammapostel Richard Fehr zum Bischof ordiniert.

Bischof Kaltschmitt war nach dem Zeugnis des Bezirksapostels ein Gottesknecht, „dem es immer ein Anliegen war, wirklich dem Herrn die Ehre zu bereiten“. Auch sei bei dem Bischof immer zu erleben gewesen, dass er trotz der mit dem Amt einhergehenden Verantwortung und zuweilen auch Last freudig die Amtsaufgaben erfüllt habe. So brachte er dem Bischof neben seinem persönlichen Dank auch den Herzensdank vieler Glaubensgeschwister entgegen, „denen du Stärke, Trost und Kraft gebracht hast!“ und meinte, der nun von der aktiven Amtsausübung entlastete Bischof bleibe „unser Bischof ‚iR‘ – ‚im Reichtum‘!“