Bischof Udo Göhlmann aus dem Apostelbereich Nürnberg ist im Gottesdienst am 16. Oktober 2016 nach langer, überaus segensreicher kirchlicher Amtstätigkeit in den Ruhestand getreten.

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    Bischof Udo Göhlmann

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    Bischof Udo Göhlmann

(Den Bericht über diesen Gottesdienst, in dem außer der Ruhesetzung des Bischofs Göhlmann auch die des Bischofs Georg Kaltschmitt sowie eines Bezirksältesten erfolgte, finden Sie hier.)

„Ein Bischof, wie man ihn sich nur wünschen kann“

Mit diesen Worten brachte Apostel Dieter Prause das Wirken seines langjährigen engsten Mitarbeiters auf den Punkt. Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, griff dies in seiner Ansprache vor der Ruhestands-Handlung auf und unterstrich, Bischof Göhlmann habe „mit großer Sorgfalt, mit großem Engagement, in einer stets offenen und brüderlichen Weise“ den Amtsauftrag erfüllt. Er kennzeichnete den Bischof als einen Gottesknecht, der in großem Gottvertrauen gewirkt und auch großes Vertrauen in die Amtsträger gesetzt habe, mit denen er zusammengearbeitet habe, ebenso in die Glaubensgeschwister. Der Bischof war, so der Bezirksapostel, „ein Seelsorger, der den Geschwistern immer sehr nahe war, immer offen und ansprechbar für die Sorgen und Anliegen der Brüder und Schwestern“. Seine Wortverkündigung war klar und ausgerichtet auf den Kern der jeweiligen Botschaft.

Insgesamt 44 Jahre wirkte Bischof Göhlmann als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche, 30 Jahre im ehrenamtlichen und 14 Jahre als Bischof im hauptamtlichen Kirchendienst. Außer für die Gemeinden im Arbeitsbereich Nürnberg („im schönen Frankenland“) war Udo Göhlmann ein liebevoller Bischof für die Gemeinden und Kirchenbezirke in der Ukraine, der mit ganzem Herzen gedient und so nach dem Zeugnis des Bezirksapostels über Jahre hinweg „viele Segensgrundlagen gelegt“ hat.

Der Bischof wirkte auch in Arbeitsgruppen der Gebietskirche mit und leistete in unterschiedlichen Aufgabenbereichen großartige Arbeit. Beispielsweise arbeitete er verantwortlich in der Organisation der Jugendtage und weiterer Festveranstaltungen. „Er hat alles in der Stille getan; er hat nie Aufhebens um seine Person gemacht“, betonte der Bezirksapostel. „Er diente um der Sache willen.“ In den 14 Jahren als Bischof unterstützte Udo Göhlmann außer Bezirksapostel Ehrich auch dessen Amtsvorgänger, Bezirksapostel Klaus Saur, und vor allem Apostel Dieter Prause, den Leiter des Apostelbereichs Nürnberg.

In sein erstes geistliches Amt, das Diakonenamt, wurde Udo Göhlmann am 17. Dezember 1972 durch Bezirksapostel Eugen Startz ordiniert. Im Januar 1979 wurde er zum Priester und im Juni 1982 zum Gemeindeevangelisten ordiniert. Vier Jahre später, im November 1986, empfing er durch Bezirksapostel Karl Kühnle das Bezirksevangelisten-Amt und den Auftrag, im Kirchenbezirk Nürnberg-West zu dienen. In einem großen Gottesdienst am 17. November 2002 in Pforzheim wurde Udo Göhlmann dann durch Stammapostel Richard Fehr zum Bischof ordiniert.

Über all die Jahre hinweg diente er selbstlos, in brüderlichem Sinn: „Es ist dir nie um die eigene Person gegangen; du hast wirklich aus Liebe zum Herrn, aus Liebe zu den Anvertrauten deine Aufgaben erfüllt!“

Herzlich dankte der Bezirksapostel dem Bischof für seine Segensarbeit, für seine Treue und Liebe. „Es ist ja nicht möglich, in so ein paar Augenblicken das Wirken zu würdigen, es kann nicht mit ein paar Worten dargestellt werden“, betonte er, und als er den Bischof in den Ruhestand verabschiedete, wies er darauf hin, Bischof Göhlmann sei damit von der Aufgabe entlastet, das Bischofsamt aktiv auszuführen, bleibe aber „unser Bischof ‚iR‘ – ‚in Reichweite‘!“