Eine große Gemeinde hatte sich in einigen Ländern des Arbeitsbereichs von Bezirksapostel Michael Ehrich, dem Präsidenten der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, zum Gottesdienst am Sonntagvormittag, 1. November 2015, versammelt.

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    Der Bezirksapostel am Altar in Landshut

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    Der Altar war festlich mit Blumen geschmückt

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    Ein gemischter Chor umrahmte den Gottesdienst musikalisch

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    Apostel Samuel Oppong-Brenya aus Ghana (rechts im Bild), daneben Apostel Kühnle

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    Apostel Dieter Prause

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    Apostel Geoffrey Nwogu aus Nigeria (rechts im Bild), daneben Apostel Volker Kühnle

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    Apostel Hans-Peter Schneider

Der Gottesdienst fand in der Kirche in Landshut im gleichnamigen Kirchenbezirk (Apostelbereich Nürnberg, Gebietskirche Süddeutschland) statt und wurde via Satellit übertragen. Außer der Gemeinde Landshut waren die Gemeinden Dingolfing, Moosburg, Landau, Plattling und Straubing aus dem Kirchenbezirk Landshut live dabei.

In rund 380 mit Satelliten-Empfangsanlagen ausgerüsteten „Übertragungskirchen“ hatten sich in Süddeutschland die Gemeinden versammelt, um den Gottesdienst mitzufeiern. Zudem gab es eine Bild- und Tonübertragung in diese Länder des Bezirksapostelbereichs: Benin, Bosnien-Herzegowina, Ghana, Israel, Kroatien, Mazedonien, Nigeria, Serbien, Togo, Ukraine und Länder in der Region am Persischen Golf.

Miteinander bildeten auf diese Weise viele neuapostolische Christen am Sonntagmorgen die gottesdienstliche Gemeinde. Der Predigt legte der Bezirksapostel ein Bibelwort aus dem Neuen Testament zugrunde, 1. Johannes 5,5: „Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?“

In seinen Ausführungen wies der Bezirksapostel darauf hin, dass das Kapitel 5 des 1. Johannesbriefs, aus dem das verwendete Bibelwort stammt, unter der Überschrift „Die Kraft des Glaubens“ stehe. Der Glaube sei ein Geschenk, das es anzunehmen gelte. Der Bezirksapostel betonte, dass der richtige Umgang mit dem Glauben wichtig sei; der Glaube müsse Werke hervorbringen, denn erst dann könne er seine Kraft entfalten: die Kraft, das Böse zu überwinden. Das sei nicht nur auf Erden notwendig, sondern auch im Jenseits, da Seelen, die durch den irdischen Tod in die jenseitige Welt zögen, nicht plötzlich allumfassende Gotteserkenntnis hätten. Auch sie müssten zunächst glauben, um dann mit der Kraft des Glaubens „Großes erleben“ zu können und den Frieden zu erlangen.

In Begleitung des Bezirksapostels waren die Apostel Geoffrey Nwogu aus Nigeria und Samuel Oppong-Brenya aus Ghana sowie die Apostel aus Süddeutschland. Zu einem Predigtbeitrag wurden die beiden afrikanischen Apostel sowie Apostel Dieter Prause, zuständig im Arbeitsbereich Nürnberg, und Apostel Hans-Peter Schneider, verantwortlich für den Bereich Heilbronn, gerufen. Die Predigtbeiträge von Apostel Oppong-Brenya und Apostel Nwogu wurden am Altar konsekutiv in die deutsche Sprache übersetzt. Eine Simultanübersetzung des Gottesdienstes gab es in die Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch, Spanisch und Vietnamesisch.

Gedenken an Verstorbene

Einen besonderen Akzent hatte der Gottesdienst dadurch, dass es der letzte der drei Gottesdienste war, die jährlich in der Neuapostolischen Kirche zum Gedenken an Verstorbene gefeiert werden. In der Glaubensüberzeugung, dass Heil und Erlösung auch nach dem leiblichen Tod erlangt werden kann, vereinte sich die Gemeinde in Fürbitte für alle Unerlösten.

Da sich das göttliche Heilsangebot an die Menschen im Diesseits und ebenso im Jenseits richtet, wurde nach der Feier des Heiligen Abendmahls dieses Sakrament auch zugunsten Verstorbener gereicht. Zwei Amtsträger nahmen es stellvertretend aus der Hand des Bezirksapostels hin. Auch das Sakrament der Heiligen Wassertaufe und der Heiligen Versiegelung empfingen sie stellvertretend für Verstorbene. Der biblische Anhalt dafür findet sich im Neuen Testament, 1. Korinther 15,29: Daraus geht hervor, dass es in den ersten christlichen Gemeinden ebenfalls eine Sakramentsspendung für Verstorbene – stellvertretend vollzogen an Lebenden – gab.

Feierliche musikalische Mitgestaltung

Ein gemischter Chor, den rund 50 Sängerinnen und Sänger aus der Gemeinde Landshut und den eingeladenen Gemeinden bildeten, sowie zehn Instrumentalistinnen und Instrumentalisten gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit. Die Chorleitung hatte Ole Gerkensmeyer inne, das Orchester spielte unter Leitung von Josef Miethaner.

Schon vor Gottesdienstbeginn hatten Chor und Orchester mit ihren Liedvorträgen die Gemeinde auf den Gottesdienst eingestimmt. So besang der Chor – mit Orgelbegleitung – den „seligen Sonntag“ als Tag des Herrn, auf den sich die Glaubenden freuten; die Instrumentalisten ließen Vertrauen in Gott mit dem Vortrag „Ja, es sollen wohl Berge weichen“ aus dem „Elias“ von Mendelssohn Bartholdy erklingen.

Im Gottesdienst richtete der Chor mit den Worten des Herrn „Ich bin die Auferstehung und das Leben“ den Blick der Gemeinde auf Jesu Selbstoffenbarung und die in ihm begründete Hoffnung, die über die Vergänglichkeit hinausreicht.

Eine musikalische Kostbarkeit war der Vortrag von Violine und Klavier „Du kamst, du gingst mit leiser Spur“ (Text: Ludwig Uhland) am Ende der Sakramentsspendungen für Verstorbene. Die Geigerin Rebekka Hartmann, unter anderem Preisträgerin des „Echo-Klassik“ im Jahr 2012, spielte das Stück auf einer Violine von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1675.