Das Kirchengebäude in Albstadt, Untere Bachstraße 132, wird umgebaut und mit einem Anbau erweitert.

Um- und Erweiterungsbau der Kirche in der Unteren Bachstraße 132

Seit 1896 gibt es in Albstadt im gleichnamigen Kirchenbezirk eine neuapostolische Gemeinde. Ihr Kirchengebäude, das aus dem Jahr 1954 stammt und zuletzt 1990 renoviert wurde, befindet sich am Rand des inneren Stadtbereichs, in der Unteren Bachstraße 132. Es dient der Gemeinde als gottesdienstliche Versammlungsstätte und zugleich als „Gemeindehaus“.

Die heutigen Anforderungen erforderten eine Umgestaltung und Erweiterung des Gebäudes. Die Bauarbeiten schritten gut voran, und so konnte am Freitag, 17. November 2017, das Baustellenfest gefeiert werden. Es entspricht in etwa dem Richtfest bei einem Neubau.

Die Kirchengemeinde hatte dazu außer den am Bau bisher beteiligten Handwerkern Nachbarn und Freunde, Vertreter der Kommune und Vertreter anderer Glaubensgemeinschaften eingeladen.

Bischof Urs Heiniger, zuständig für die Apostelbereiche Freiburg/Tübingen, wozu der Kirchenbezirk Albstadt und damit auch die Kirchengemeinde Albstadt zählt, nahm als Vertreter der Bauherrschaft teil. Er richtete Begrüßungsworte an die zum Baustellenfest Versammelten und sprach auch die Schlussworte und das Gebet am Ende der kleinen Feier.

Den Richtspruch hatte ein Vertreter der Firma Mauz (Burladingen) übernommen. Auch gab es eine Ansprache des Architekten Theo Boss von der beauftragten Planungsgruppe agsn, Tübingen.

Abgerundet wurde die Feier mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen“ (Text: Martin Rinckart, 1586-1649; Melodie: Johann Crüger, 1598-1662).

Mehr über das Baustellenfest wird auf der Webseite des Kirchenbezirks Albstadt berichtet.

Die Baumaßnahme

Der Erweiterungsbau ist als eingeschossiger Längsbau rechtwinklig zum bestehenden Kirchenschiff platziert. Er setzt sich durch einen durchlaufenden Fassadenvorsprung auf Erdgeschossdecken-Niveau ab.

Die neuen Gebäudeteile präsentieren sich in einer zeitgemäßen Architektursprache – ein spannender Kontrast zum Bestandsgebäude. Zentrales gestalterisches Element ist eine prägnante Wandscheibe, die sich von der südwestlichen Grundstücksecke entlang der Grenze bis nach vorne zur Unteren Bachstraße hin entwickelt.

Die Sakristei wird deutlich als Apsis hervorgehoben, durchdringt die neue Wandscheibe etwa in der Mitte des Kirchengebäudes und ist direkt mit dem bestehenden Gebäude verbunden.

Das gedämmte Ziegelmauerwerk an der West-, Ost- und Nordseite wird als Verputzfassade ausgeführt. Die Südfassade setzt sich durch einen Materialwechsel aus wärmegedämmten Betonfertigteilen als Sichtbetonfassade ab. Für den Erweiterungsbau wird eine Gebäudehülle angestrebt, die ca. 15 % unter der EnEV 2016 liegt.

Finanziert wird die Baumaßnahme ausschließlich aus Eigenmitteln der Gebietskirche Süddeutschland.

Die Kirchengemeinde

In Albstadt, damals im heutigen Ortsteil Tailfingen, gibt es seit über 120 Jahren eine neuapostolische Gemeinde. Sie gilt nach den vorhandenen Chronik-Unterlagen als die erste neuapostolische Gemeinde in Württemberg, gegründet im Oktober 1896.

In ihrer jetzigen Zusammensetzung – gebildet aus den früheren Gemeinden Albstadt-Tailfingen, Albstadt-Ebingen, Albstadt-Pfeffingen und Albstadt-Onstmettingen – besteht sie seit dem Jahr 2015.

Die Gemeinde hat rund 560 Mitglieder und ist eine der neun Gemeinden im Kirchenbezirk Albstadt. Geleitet wird die Gemeinde Albstadt von Dr. Jochen Köhler, der als Hirte ordiniert ist und in der Seelsorge unterstützt wird von elf Geistlichen, die ein priesterliches Amt tragen, sowie von sieben Diakonen.

Gottesdienste finden in Albstadt sonntags um 9.30 Uhr und mittwochs um 20.00 Uhr statt. Während der Baumaßnahme an der Kirche in der Unteren Bachstraße 132 werden die Gottesdienste in 72458 Albstadt-Ebingen, Unter dem Malesfelsen 84, gefeiert. Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, ist jederzeit herzlich willkommen!

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