Seit 14. August 2016 – dem Sonntag, an dem Apostel Hans-Peter Schneider in den Ruhestand getreten ist – wird der Arbeitsbereich Heilbronn von Apostel Dieter Prause betreut. Apostel Prause ist weiterhin auch für den Arbeitsbereich Nürnberg zuständig.

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    Apostel Prause wird für den Arbeitsbereich Heilbronn beauftragt

Bis zur Ruhesetzung von Apostel Hans-Peter Schneider bildeten diese Kirchenbezirke den von ihm geleiteten Apostelbereich Heilbronn: Backnang (mit 14 Kirchengemeinden), Eberbach (mit 12 Kirchengemeinden), Heilbronn (mit 18 Kirchengemeinden), Künzelsau (mit 11 Kirchengemeinden) und Schwäbisch Hall (mit 15 Kirchengemeinden). Für sie ist nun Apostel Dieter Prause zuständig, mit Ausnahme des Kirchenbezirks Eberbach, der am 21. August dem Bereich Karlsruhe zugeordnet wird.

Zum Arbeitsbereich Nürnberg gehören die Kirchenbezirke Bamberg (mit 10 Kirchengemeinden), Hof (mit 7 Kirchengemeinden), Nürnberg-Ost (mit 14 Kirchengemeinden) und Nürnberg-West (mit 15 Kirchengemeinden).

Die Bischöfe Udo Göhlmann und Manfred Schönenborn stehen Apostel Prause zur Seite: Bischof Göhlmann betreut weiterhin die Kirchenbezirke des Arbeitsbereichs Nürnberg; Bischof Schönenborn die des Arbeitsbereichs Heilbronn.

Erste süddeutsche Strukturänderung 2013

Diese und weitere strukturelle Änderungen in der Gebietskirche Süddeutschland waren bereits im Juli 2013 angekündigt worden. Damals hatte Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche Süddeutschland, eine Konzentration von Arbeitsbereichen der Apostel und Neuzuordnungen von Kirchenbezirken bekannt gegeben, orientiert an der Ruhesetzung von einigen der kirchenleitenden Amtsträger.

Die Neuzuordnungen der Kirchenbezirke erfolgen, damit die Anzahl der Kirchengemeinden so weit wie möglich ausgewogen ist: Zusammenführungen von Kirchengemeinden bedingen auch die Konzentration von Arbeitsbereichen, zumal die süddeutschen Apostel und Bischöfe in Gebieten im Ausland, die von Süddeutschland aus betreut werden, nicht mehr so gefordert sind – die Selbstständigkeit der dortigen Gebietskirchen nimmt mehr und mehr zu.

Als am 1. September 2013 Apostel Wolfgang Eckhardt, Leiter des Arbeitsbereichs Freiburg und ab der Ruhesetzung von Apostel Wolfgang Bott im November 2012 auch Leiter des Arbeitsbereichs Tübingen, in den Ruhestand trat, erfolgte die erste Arbeitsbereichs-Konzentration: Apostel Martin Schnaufer wurde ordiniert und als Leiter des Apostelbereichs Freiburg/Tübingen beauftragt.

Heilbronn – bekannt in der süddeutschen Kirchengeschichte

Der Name der im Neckartal gelegenen Stadt – „heilbrunna“, 741 n. Chr. erwähnt –, die schon 1281 Stadtrechte erlangte, diente lange Zeit als Bezeichnung für die Kirche in Württemberg und Bayern.

Bis in die 1920er-Jahre wurden die Kirchenbezirke und -gemeinden in Hessen, Rheinland-Pfalz, Württemberg, Bayern und der nördlichen Hälfte von Baden von Frankfurt/Main aus betreut („Apostelbezirk Frankfurt am Main“). Am 28. Juli 1924 – Ordination von Bezirksapostel Karl Gutbrod – wurden die in Württemberg und Bayern gelegenen Kirchenbezirke und -gemeinden vom Apostelbezirk Frankfurt abgetrennt: Der neu geschaffene Arbeitsbereich erhielt den Namen „Heilbronn“. Dies vermutlich, weil der im württembergischen Hemmingen geborene Bezirksapostel Gutbrod in Heilbronn lebte. Von Beruf war er Bausekretär bei der Stadt Heilbronn, und in der Zeit seines segensreichen Wirkens als Bezirksapostel wurden in Württemberg mehr als 40 große, moderne Kirchengebäude errichtet, die richtungsweisend waren auch für andere Arbeitsbereiche.

Unter dem Namen „Neuapostolische Gemeinde e.V., Sitz Heilbronn“ wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1926 sein Arbeitsbereich als selbstständiger Verwaltungsbezirk registriert. Es waren damals 12 Kirchenbezirke mit insgesamt 212 Gemeinden in Württemberg und in Bayern (außer Coburg und Hof).

Als Bezirksapostel Gutbrod im November 1938 in den Ruhestand trat, zählte der „Apostelbezirk Heilbronn“ über 400 Gemeinden – eine blühende Entwicklung.