Am Samstag, dem 4. August 2018, wurde auf der „Wagner-Alm“ im bayerischen Voralpenland eine ökumenische Andacht gefeiert.

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    Ökumenische Andacht auf der "Wagner-Alm"

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    Ökumenische Andacht auf der "Wagner-Alm"

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    Ökumenische Andacht auf der "Wagner-Alm"

„Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“ – mit diesem Choral eröffnete der eigens zu diesem Ereignis zusammengestellte Chor bei hochsommerlichen Temperaturen die Andacht, die zum diesjährigen „Tag der Schöpfung“ stattfand.

Nach einer rund einstündigen Wanderung versammelten sich Mitglieder der altkatholischen Gemeinde Rosenheim, der evangelischen Pfarrgemeinde Großkarolinenfeld, der neuapostolischen Gemeinde Rosenheim und des katholischen Pfarrverbandes Tuntenhausen zusammen mit ihren Seelsorgern im Schatten der wenigen Bäume auf der 1018 Meter hoch gelegenen Bergwiese in den Chiemgauer Alpen.

In Lesungen aus dem Alten und Neuen Testament, von den verschiedenen Gemeindemitgliedern im Wechsel durchgeführt, kamen neben dem Gotteslob Dank für die Schöpfung und Bitte um deren Erhalt zum Ausdruck, und auch die Predigt erinnerte an unser aller Verantwortung für den Erhalt der Schöpfung. Mit passenden Chorbeiträgen oder fein intonierten Musikstücken des Großkaroliner Bläser-Ensembles wurde die Andacht mitgestaltet. Zum Abschluss sprachen die 65 Teilnehmer, unter denen auch der eine oder andere zufällig vorbeigekommene Wanderer war, gemeinsam das Vaterunser.

„Tag der Schöpfung“: sich für Gottes Schöpfung öffnen

Die Sinne für Gottes Schöpfung öffnen und sich im Lob des Schöpfers in ökumenischer Gemeinschaft zusammenfinden, ist ein Grundgedanke des „Tages der Schöpfung“.

Ins Leben gerufen wurde dieser Tag von der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland im Jahr 2010, und Papst Franziskus hat ihn zum weltweiten Gebetstag für die Bewahrung der Schöpfung erhoben, der gemeinsam mit den orthodoxen Christen und den anderen Mitgliedskirchen des ökumenischen Rates begangen werden soll.

Als Motto für den diesjährigen „Tag der Schöpfung“ wurde gewählt: „Von meinen Früchten könnt ihr leben“. So passte es als zeichenhafte Handlung, dass Äpfel und Früchte des Gartens aus der Region bei der Andacht auf Alm am 4. August in der Mitte platziert und zum Abschluss verteilt wurden.

Einen Akzent legt die ACK am „Tag der Schöpfung“ 2018 auf die Artenvielfalt als Grundlage eines funktionierenden Öko-Systems – dies vor dem Hintergrund, dass sich die Vielfalt der Arten dramatisch reduziert und zahlreiche Pflanzenarten, Insekten und Vögel vom Aussterben bedroht sind.

Sorgsam handeln – das Leben und den Lebensraum wertschätzen

Verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen, die Gott uns Menschen letztlich als Leihgabe anvertraut hat, das Leben achten und den Lebensraum wertschätzen, im Blick auf die Ressourcen auch Rücksicht nehmen auf den Nachbarn und die nächsten Generationen: Dies alles gehört letztlich auch zur Nächstenliebe. Denn wenn wir im Hinblick auf die Schöpfung sorgsam handeln, können alle Menschen von dem genießen, was die Schöpfung schenkt.

„Sorgsam handeln“: Unter diesem Titel steht die Konzeption, die vor ein paar Jahren in Süddeutschland startete (siehe z.B. „Südinfos“ vom April 2017).