Mit Wirkung vom Januar 2018 gibt es beim Hilfswerk der Gebietskirche Süddeutschland Änderungen bei Vereinssatzung und -zweck sowie Namen und Logo.

Zur Erstinformation der Kirchenmitglieder wandte sich Bezirksapostel Michael Ehrich, Präsident der Gebietskirche und zugleich Erster Vorsitzender im Vorstand des Hilfswerks, mit einem Schreiben an alle Gemeinden.

Aus „Missionswerk“ wird „human aktiv“

In dem Schreiben, das nach dem Gottesdienst am 3. Adventssonntag, 17. Dezember 2017, vorgelesen wurde, informiert der Bezirksapostel, dass die Mitgliederversammlung des Missionswerks der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland e.V. eine neue Satzung beschlossen hat – das Hilfswerk wird künftig eine ausschließlich humanitäre Institution sein. Damit einher geht eine Änderung von Vereinsnamen und Logo: Ab 1. Januar 2018 heißt das Hilfswerk: „human aktiv“.

Gegründet worden ist das Hilfswerk der Gebietskirche 1993 – am 23. August jenes Jahres erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister Stuttgart unter dem Namen „Neuapostolisches Hilfswerk“. Es war Vorläufer des späteren „Missionswerks“ der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland und die älteste derartige neuapostolische Institution in Deutschland.

Missionswerk: kirchliche und humanitäre Zwecke

Die Kirche erkennt ihren primären Auftrag – ihre Mission (lateinisch „missio“ = Auftrag, Sendung“) – in der Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi und, damit verbunden, in der Seelsorge. Zudem hat als weiteres zentrales Element des christlichen Glaubens die Zuwendung zum Nächsten, der in Not gekommen und bedürftig geworden ist, Bedeutung.

Die verstärkte Ausbreitung des Glaubens und die damit verbundene Gründung von Gemeinden insbesondere in Gebieten in Afrika war mit nicht unerheblichen Kosten verbunden. Dazu kam die teils große materielle Not der Menschen in den von Süddeutschland aus betreuten west- und ostafrikanischen Ländern, denen es zu helfen galt.

So wurden über das „Missionswerk“ bestimmte Aufgaben der „Missionstätigkeit“ – die Erfüllung des kirchlichen Auftrags im Ausland – ebenso finanziert wie Zeichen christlicher Nächstenliebe durch Koordination und Förderung des humanitären Engagements der Kirche gesetzt.

Kontinuität bei humanitären Zwecken

„human aktiv“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. „Helfen – handeln – fördern“, ist die Maxime.

Der Nachfolgeverein des „Missionswerks“ hat sich der „Förderung der Entwicklungshilfe der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland gegen Hunger und Krankheit in der Welt“ verschrieben, wie es in § 2 der Satzung von „human aktiv“ heißt.

Geblieben ist der Grundsatz, dass die Hilfe zum einen „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein und eine dauerhafte Verbesserung der Lebensverhältnisse ermöglichen soll; zum anderen, dass sie Not leidenden Menschen ungeachtet von Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Nation und Herkunft zugutekommen soll.

„Brot – Brunnen – Brücken“

Auf diesen Nenner lässt sich die Hilfe bringen, die in den fast 25 Jahren, in denen das Hilfswerk besteht, im Ausland geleistet wurde. An dem Motto wird sich auch künftig die Hilfe orientieren.

Dabei ist „Brücken“ ganz konkret zu verstehen, durch die Realisierung von infrastrukturellen Projekten, aber auch im übertragenen Sinn – Brücken zum Nächsten, zum Notleidenden –, beispielsweise durch die Förderung von Bildungs- und Erziehungsprojekten oder Hilfsmaßnahmen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens.

Im Inland erfolgte die Hilfe schwerpunktmäßig nach Jahresförderschwerpunkten. Zu den bisherigen Förderschwerpunkten gehörten zum Beispiel familienunterstützende Maßnahmen, Hilfe für körperlich, geistig und seelisch behinderte Menschen, Suchtprophylaxe, Förderung von Einrichtungen für misshandelte Frauen und Kinder sowie die Unterstützung der Telefonseelsorge ... Förderschwerpunkt im Jahr 2017 ist die Unterstützung von gemeinnützigen ambulanten Pflegediensten (siehe „Hilfe auf Rädern – Fahrzeuge für ambulante Pflegedienste“).