Um für Kinder und Jugendliche einen sicheren, geschützten Raum in der Kirche zu gewährleisten, wird in Süddeutschland die Konzeption „Achtsamkeit“ realisiert. Wie der Name sagt, geht es dabei um einen achtsamen Umgang mit den Heranwachsenden, unter aufmerksamer und respektvoller Beachtung von deren Signalen und Bedürfnissen. So gehören zur Konzeption „Achtsamkeit“ Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Grenzüberschreitungen aller Art.

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    In allen Apostelbereichen sind...

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    ... die Ganztagesveranstaltungen erfolgt.

Nachdem in allen süddeutschen Apostelbereichen Ganztages-Veranstaltungen mit Workshops für die leitenden Amtsträger stattfanden (wir berichteten), erfolgt ab Juli 2017 die Realisierung eines weiteren Elements der Konzeption „Achtsamkeit“: Sensibilisierungs- und Informations-Veranstaltungen in den über 50 Kirchenbezirken in Süddeutschland.

Diese Veranstaltungen dienen u.a. dazu, die Gemeindemitglieder, die bei ihrer kirchlichen Arbeit Umgang mit Heranwachsenden haben, für einen achtsamen, präventiven Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein zu schaffen hinsichtlich von Grenzüberschreitungen, Übergriffen und sexueller Gewalt.

Um Nachhaltigkeit zu sicherzustellen, ist vorgesehen, diese Veranstaltungen in den Jahresplänen der Kirchenbezirke zu verankern und sie in allen Kirchenbezirken im Turnus von drei Jahren durchzuführen.

In seinem Informationsschreiben zu den Veranstaltungen wies der Gebietskirchenpräsident, Bezirksapostel Michael Ehrich, darauf hin, dass damit auch die kirchlichen Amtsträger und sogenannten Funktionsträger/-innen noch mehr Sicherheit im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen gewinnen. Er dankte für die Unterstützung bei der Realisierung der Konzeption „Achtsamkeit“ und meinte: „Wenn wir auch nur einen Fall von Grenzverletzungen, Übergriffen oder gar des sexuellen Kindsmissbrauchs verhindern können, haben sich unsere gemeinsamen Bemühungen gelohnt.“