Eine große Trauergemeinde versammelte sich am Samstag, 13. April 2019, in Heidenheim, um von Apostel im Ruhestand Helmut Keck Abschied zu nehmen. Der Apostel war am Samstag zuvor, dem 6. April 2019, im Alter von 92 Jahren verstorben.

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    Trauerfeier für Apostel Keck in Heidenheim

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    Trauerfeier für Apostel Keck in Heidenheim

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    Trauerfeier für Apostel Keck in Heidenheim

Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, führte die Trauerfeier durch. Gemeinsam mit der Ehefrau des verstorbenen Apostels, dem Sohn mit Familie und weiteren Angehörigen bildeten aktive Apostel und im Ruhestand lebende Apostel und Bischöfe der Gebietskirche Süddeutschland, langjährige Weggefährten des Verstorbenen, Amtsträger und Glaubensgeschwister die Trauergemeinde in der Kirche in Heidenheim an der Brenz, Bühlstraße 28.

„Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge? Wer untadelig lebt und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen“. Dieses Bibelwort aus dem Alten Testament – Psalm 15, die Verse 1 und 2 – legte der Bezirksapostel der Trauerfeier zugrunde.

Zu einem Wortbeitrag rief er Apostel Volker Kühnle und Apostel Hans-Jürgen Bauer, der – wie der Bezirksapostel selbst – den lieben Verstorbenen noch in den letzten Krankheitstagen besucht hatte.

Musikalisch feierlich umrahmt und begleitet wurde die Trauerfeier durch einen großen gemischten Chor, einen Männerchor, einen Violinisten und Orgelspiel.

Vorbild des Glaubens

Bei der Trauerfeier gab der Bezirksapostel Einblick in den Lebenslauf des Apostels im Ruhestand Keck, der – von Beruf Architekt – auch in seiner Aposteltätigkeit und seinem weiteren Wirken ein „Baumeister“ war (siehe Trauer um Apostel Keck). Indem der Bezirksapostel den von Apostel Keck selbst verfassten Lebenslauf vorlas, ließ er den Apostel noch einmal selbst zu Wort kommen: „Die Gnade unseres himmlischen Vaters ist das erste, was ich im Rückblick auf mein reich gesegnetes Leben rühmen möchte; denn ich kann sagen: Von Gottes Gnade bin ich, was ich bin!“ So beginnt der Lebenslauf und er endet mit den Worten: „Mein Herzenswunsch ist, am Ende und Ziel unseres Glaubenslaufs sagen zu können: Und seine Gnade ist nicht vergeblich an mir gewesen.“

Aus seiner Glaubenserkenntnis heraus schätzte dieser geradlinige, durch die Liebe Christi geprägte Apostel die göttliche Gnade so hoch. Als Vorbild des Glaubens charakterisierte ihn der Bezirksapostel; er schilderte ihn gemäß dem verwendeten Psalmwort als einen im Sinne des Glaubens „untadelig Lebenden“ und im Sinne des Evangeliums „recht Tuenden“, der im Sinn der Lehre Jesu ein „die Wahrheit Redender“ gewesen sei. Das Reden und Tun des lieben Verstorbenen hätten übereingestimmt; in der Nachfolge Christi habe er in Wort und Tat ein Leben nach dem Evangelium geführt.

Insgesamt 43 Jahre hat dieser tiefgläubige Gottesknecht mit Herzenshingabe als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche gedient, davon über 20 Jahre als Apostel, und er hat tiefe Segensspuren hinterlassen.

Für alles, was er in seinem Wirken in all den Jahren in Treue, im Sinn und Geist Jesu Christi in den Gemeinden und Bezirken getan hat, gilt ihm unsere herzliche Dankbarkeit. Und wir blicken in froher Hoffnung über das Grab hinaus auf die gemeinsame Zukunft beim Herrn – den Augenblick, da die Vereinigung der Lebenden und Toten mit dem wiederkommenden Christus erfolgt. Dies klang auch im Lied „Meine Heimat ist dort in der Höh‘“ an, das der Männerchor in der Trauerfeier vortrug.

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