Eine große Trauergemeinde hatte sich am Samstag, 13. Februar 2016, in der Kirche in Heidelberg, Werderstraße 7, versammelt, um Abschied zu nehmen von Apostel im Ruhestand Günter Beck.

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    Die Trauerfeier für Apostel i.R. Günter Beck fand in der Kirche in Heidelberg statt

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    Eine große Trauergemeinde hatte sich dort versammelt, um Abschied zu nehmen

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    Bezirksapostel Michael Ehrich führte die Trauerfeier durch

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    Musikalisch wurde die Trauerfeier begleitet von einem gemischten Chor ...

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    ... und einem Instrumentalensemble.

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    Bezirksapostel Bernd Koberstein

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    Apostel Herbert Bansbach

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    Apostel Gert Opdenplatz

Wie berichtet, verstarb der Apostel am 4. Februar 2016 im Alter von 84 Jahren. Nun bildeten gemeinsam mit der Ehefrau des Verstorbenen, den beiden Töchtern mit ihren Familien und den weiteren Angehörigen viele langjährige Weggefährten und Glaubensgeschwister die Trauergemeinde in Heidelberg. Mit Bild und Ton wurde die Trauerfeier in neun Kirchen in den Gebietskirchen Süddeutschland und Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland übertragen.

Bezirksapostel Michael Ehrich, Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, der die Trauerfeier durchführte, wurde begleitet von vielen der aktiven und im Ruhestand lebenden Aposteln und Bischöfe der Gebietskirche Süddeutschland. Aus der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, in der Apostel Beck bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1999 gewirkt hatte, waren Bezirksapostel Bernd Koberstein und Bezirksapostel im Ruhestand Hagen Wend sowie weitere aktive und im Ruhestand lebende Apostel und Bischöfe angereist; aus der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen Bezirksapostel im Ruhestand Armin Brinkmann.

„Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Diesen Psalm 31 (Vers 15 und aus 16) legte Bezirksapostel Ehrich der Trauerfeier zugrunde.

Zu einem Wortbeitrag wurden Bezirksapostel Bernd Koberstein, der Leiter der Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Apostel Herbert Bansbach (Apostelbereich Karlsruhe, Gebietskirche Süddeutschland) und Apostel Gert Opdenplatz (Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland) an den Altar gerufen.

Mit musikalischen Vorträgen umrahmt und begleitet wurde die Trauerfeier durch einen gemischten Chor und ein Instrumentalensemble und die Orgel.

Bedingungsloses Vertrauen in Gottes Hilfe

Einen Einblick in das Leben von Günter Beck gab Bezirksapostel Ehrich zu Beginn der Trauerfeier und las aus dem Lebenslauf des Verstorbenen.

Günter Beck wurde am 22. Mai 1931 als erster Sohn gläubiger und gottesfürchtiger Eltern in Heidelberg geboren. Seine Eltern waren ihm ein Vorbild in ihrer unwandelbaren Treue zum Herrn und er war dankbar, in dieser neuapostolischen Familie aufwachsen zu dürfen. Als Jugendlicher erlernte er das Fleischerhandwerk und legte darin die Meisterprüfung ab, so dass er das elterliche Geschäft übernehmen konnte. Am 12. Juni 1954 schloss er mit seiner Frau Wilhelma den Ehebund, aus dem zwei Töchter hervorgingen.

Bereits im September 1951 hatte Günter Beck sein erstes geistlichen Amt, das Unterdiakonenamt, empfangen, ein Jahr darauf das Priesteramt. Im Jahr 1958 wurde er in das Evangelistenamt ordiniert und zwölf Jahre später, im Juli 1970, als Bezirksevangelist. Damit wurde ihm die Pflege und Leitung des damaligen Kirchenbezirks Heidelberg-Ost anvertraut. Im Februar 1980 wurde er durch Stammapostel Hans Urwyler zum Bischof ordiniert und im Dezember des Folgejahres in Offenbach am Main zum Apostel. Dieses Amt führte er aus bis zu seiner Ruhesetzung im Dezember 1999, die Stammapostel Richard Fehr in Wiesbaden durchführte.

Insgesamt 48 Jahre hatte Günter Beck damit als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche gedient, viele Jahre davon im Bereich der heutigen Gebietskirche Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, und tiefe Segensspuren hinterlassen. Bezirksapostel Ehrich charakterisierte ihn als eine bis ins Alter hochengagierte, immer Freude und Fröhlichkeit verströmende Glaubenspersönlichkeit. „Er hatte die lebendige Hoffnung als Lebensprinzip, ein bedingungsloses Vertrauen in die Hilfe Gottes, die aus einem tiefen Glauben kam, war entschieden im Bekenntnis zu Gott und beständig in der Arbeit für den Herrn“, so der Bezirksapostel in seiner Würdigung für den Verstorbenen.

Nach dem gemeinsamen „Unser-Vater“-Gebet der Trauergemeinde, dem Schlussgebet und dem Schlusssegen mit Worten aus 2. Korinther 13,13 endete die Trauerfeier mit dem Lied „Gleich wie die schimmernden Sterne verblassen“, das von der Gemeinde gemeinsam gesungen wurde. Der Refrain des Liedes verklingt mit den Worten:
„… nimmer vergeht, was du liebend getan.“