Das Projekt „ehrenamtliche Pflegelotsen“ im Landkreis Konstanz unterstützte die Gebietskirche Süddeutschland über ihr Hilfswerk, das Missionswerk, mit einer Spende von 3.000 Euro. Die Spende soll für die Fortbildung sowie für die Öffentlichkeitsarbeit der ehrenamtlichen „Pflegelotsen“ im Landkreis verwendet werden.

Die sogenannten Pflegelotsen besuchen Pflegebedürftige sowie deren Angehörige und unterstützen diese im Alltag. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die emotionale Entlastung durch Gespräche, Klärung der aktuellen Situation, Vorschläge über Hilfsmöglichkeiten, Unterstützung bei der Beantragung von Leistungen, Beratung über Möglichkeiten der Vorsorge, Vorschläge für Freizeitgestaltung und aktive Begleitung.

„Die ehrenamtlichen Pflegelotsen übernehmen wichtige Aufgaben, die durch hauptamtliche Mitarbeiter in diesem Maße nicht geleistet werden könnten und somit auch nicht finanzierbar wären. Ich danke der Neuapostolischen Kirche daher ganz besonders für ihre Unterstützung dieses wertvollen Dienstes“, sagte Landrat Frank Hämmerle, als er den Spendenscheck entgegennahm. Und Annette Breitsameter-Grössl von der „Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement“ beim Landratsamt erklärte: „Aufgrund des präventiven und begleitenden Charakters dieser ehrenamtlichen Hilfestellung kann rechtzeitig geholfen und somit eine Eskalation sozialer und gesundheitlicher Probleme mit hohen Folgekosten vermieden werden.“

Konzipiert wurde das Projekt „ehrenamtliche Pflegelotsen“ von der „Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement“. Vernetzungspartner sind der Kreisseniorenrat (KSR) Konstanz, das landkreisweit aktive Selbsthilfenetzwerk „Kommit“ sowie das Mehrgenerationenhaus (MGH) der Diakonie in Radolfzell. Organisatorisch sind die „Pflegelotsen“ dem Pflegestützpunkt zugeordnet. Von dort werden sie an ratsuchende Pflegebedürftige und pflegende Angehörige vermittelt.

Für die Neuapostolische Kirche stellt die Förderung und Unterstützung karitativer Einrichtungen und Projekte einen bedeutenden kirchlichen Auftrag dar („tätige Nächstenliebe“). Dabei unterstützt die Gebietskirche Süddeutschland über ihr Missionswerk soziale Einrichtungen des Staates, anderer Kirchen oder sonstiger Träger im Sinne humanitärer / karitativer Kooperation, insbesondere durch finanzielle Zuwendungen. Gefördert werden in der Regel Einrichtungen / Projekte, die vorwiegend über Spenden und Zuschüsse getragen oder – wie das Projekt „ehrenamtliche Pflegelotsen“ – in ehrenamtlicher Arbeit betrieben werden. Die Hilfe erstreckt sich auf die Bereiche Bildung und Erziehung, Gesundheits- und Wohlfahrtswesen, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe – also passgenau fürs Projekt „ehrenamtliche Pflegelotsen“.