Die Gemeinde Dettingen/Teck feierte ihr 100-jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst mit Bischof Jürgen Gründemann.

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    Bischof Jürgen Gründemann beim Festgottesdienst

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    Die Gemeinde Dettingen/Teck freut sich über das 100-Jahr-Jubiläum.

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    Der gemischte Chor der Gemeinde

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    Das Blechbläser-Ensemble

Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die Gemeinde Dettingen/Teck (Kirchenbezirk Göppingen/Kirchheim) mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 26. Mai 2019. Zu diesem Anlass war Bischof Jürgen Gründemann in die Gemeinde gekommen und führte den Gottesdienst in der Kirche in der Eisenbahnstraße 73 durch.

Bischof Gründemann gratulierte den Gläubigen zum Jubiläum und freute sich, als Ehrengäste Rainer Haußmann (Bürgermeister von Dettingen), Daniel Trostel (geschäftsführender Pfarrer der Ev. Kirchengemeinde Dettingen) und Dieter Hoff von der katholischen Kirchengemeinde Maria Königin Kirchheim begrüßen zu dürfen. Ein weiterer Gruß ging an die Vertreter der neuapostolischen Partnergemeinde Hannover-Süd, die für dieses Fest aus Niedersachsen angereist waren.

Grundlage des Gottesdienstes war das Bibelwort aus Philipper 2, Vers 5: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht“. Dieses Wort hatte Bezirksapostel Michael Ehrich der Gemeinde in einem schriftlichen Grußwort zum Jubiläum gewidmet. Bischof Gründemann predigte von Apostel Paulus, der der Gemeinde den Rat gegeben hat, sich stets so zu begegnen, dass die Gesinnung Jesu zu erkennen ist. Christus solle das Vorbild sein, wir sollten anstreben, ihm immer ähnlicher zu werden, so der Bischof.

Bezirksevangelist Ralph Mattes wünschte der Kirchengemeinde, dass sie weiterhin bewahren und fortführen möge, was die Vorgänger geschaffen hätten. Gemeindevorsteher Martin Reinke begrüßte das älteste Gemeindemitglied, das mit seinen 95 Jahren am Jubiläumsgottesdienst teilnehmen konnte. Ein Bläserensemble und der gemischte Chor der Gemeinde umrahmten den Gottesdienst musikalisch.

Nach dem Gottesdienst dankten die Ehrengäste in ihren Grußworten für das gewachsene Miteinander im Ort. Denn zum ersten Mal in der Ortsgeschichte hatten sich beim Neujahrsempfang in diesem Jahr die drei christlichen Kirchen (evangelisch, katholisch, neuapostolisch) zusammengefunden, um die Veranstaltung in der Dettinger Schlossberghalle gemeinsam zu gestalten. Die Festredner waren sich einig, dass es noch viel mehr Gemeinsamkeiten gibt, und freuten sich auf weitere Begegnungen. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam das Lob- und Preislied „Laudato Si“. Anschließend kamen die Gläubigen noch zu einem Umtrunk und Imbiss auf dem Kirchengelände zusammen.

Die Anfänge der Neuapostolischen Kirche in Dettingen/Teck reichen bis in das Jahr 1919 zurück. Die ersten neuapostolischen Christen im Ort feierten Gottesdienste in einem Wohngebäude in der Kanalstraße 5. Im Jahr 1920 erfolgte die Integration in die Gemeinde Kirchheim/Teck, die sich damals in der Plochinger Straße 14 in einem Wohngebäude versammelte. Im Jahr 1924 kamen die Gläubigen dann vorübergehend im „Gasthof zur Teck“ zusammen, bis es dann zurück in die Kanalstraße 5 ging. Große Freude herrschte im Jahr 1965, als das erste eigene Kirchengebäude geweiht wurde, ein Neubau an der Straße Burghof. 1988 stand erneut ein Umzug an: das heutige Kirchengebäude in der Eisenbahnstraße 73 konnte bezogen werden. 2007 erfolgte die Zusammenführung der Gemeinden Dettingen und Nabern.

Heute zählt die Gemeinde 141 Mitglieder. Sie wird seit dem Jahr 2008 von Priester Martin Reinke geleitet, der von zwei Priestern, einem Diakonen und einem Unterdiakonen unterstützt wird.