Die Kirchengemeinde Birkenfeld (Kirchenbezirk Pforzheim) feierte am 21. Juli 2019 ihr 100-Jahr-Jubiläum. Zum Festgottesdienst kam Bischof Jörg Vester in die Gemeinde in der Jahnstraße 5.

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    Bischof Vester feierte den Festgottesdienst mit der Gemeinde.

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    Hirte Oliver Merkle trug die Chronik der Gemeinde vor.

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    Der gemischte Chor erfreute die Gemeinde.

Der Bischof legte dem Gottesdienst das Bibelwort zugrunde: „So sieh nun zu, denn der Herr hat dich erwählt, dass du ein Haus baust als Heiligtum. Sei getrost und mache es!“ (1. Chronik 28, Vers 1). In seiner Predigt dankte der Bischof den Gründern der Gemeinde und den Vorfahren. Doch bei aller Dankbarkeit, so der Bischof, sei es wichtig, was heute daraus gemacht werde. Man solle immer weiter bauen an der Kirche, daran arbeiten und mithelfen. Beim Bau des ersten eigenen Kirchengebäudes in Birkenfeld hätten viele Hände geholfen. Auch 2019 sei es schön zu sehen, wie sich immer noch viele Menschen mit Engagement einbringen würden.

Der Festgottesdienst wurde mit zahlreichen Beiträgen musikalisch umrahmt. Der gemischte Chor wurde teils von Klavier- oder Querflötenspiel begleitet. Auch der Jugendmännerchor und der Posaunenchor erfreuten die Gottesdienstteilnehmer. Gemeindevorsteher Oliver Merkle trug die Chronik der Gemeinde vor. Im Anschluss an den Gottesdienst richteten Landrat Bastian Rosenau und Bürgermeister Martin Steinert Grußworte an die Gemeinde. 

Die Anfänge der Neuapostolischen Kirche in Birkenfeld reichen bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Damals lernte Ernst Höll aus Birkenfeld über einen Kollegen die Neuapostolische Kirche kennen. Im Januar 1915 empfing Familie Höll in Pforzheim das Sakrament der Heiligen Versiegelung. 1919 kamen weitere Gemeindemitglieder dazu, ab Dezember 1919 wurden Gottesdienste im Wohnhaus der Glaubensgeschwister Bäzner gefeiert. 1922 wechselte die Gemeinde in das Nebenzimmer des Gasthauses „Bären“. Nach einem Besitzerwechsel wurden die Räume dort nicht mehr vermietet, die Gemeindemitglieder besuchten die Gottesdienste in Pforzheim. 1927 konnte in der Rathausgasse 17 ein Wohnhaus gekauft und als Versammlungsstätte für die Gemeinde hergerichtet werden. Als das Haus zu klein wurde, suchte man einen Bauplatz für die erste eigene Kirche und wurde in der Gartenstraße fündig. Im August 1952 konnte das Gotteshaus geweiht werden. Da aber auch dieses Gebäude bald zu klein wurde, plante man eine Kirche in der Jahnstraße. Der Weihegottesdienst fand im April 1976 statt.

Heute zählt die Gemeinde 176 Mitglieder; sie wird geleitet von Hirte Oliver Merkle, der von sechs Priestern und sechs Diakonen unterstützt wird.