Gott, der Dreieinige, der Allmächtige und Allewige, ist uns Menschen nicht fern. Er offenbart sich auf unterschiedliche Weise, in Natur und Geschichte. In seinem Segen erweist er sich als Wohltäter der Menschen. In Liebe und Fürsorge neigt er sich uns Menschen zu. Gott, der Sohn, hat sein Leben gegeben zur Erlösung der Menschen, seine Erlösungstat gilt für alle.

Gottes Nahesein erleben wir im Gottesdienst – er spricht zu uns, er schenkt sich uns im Heiligen Abendmahl, er segnet uns.

Doch das Leben als Christ spielt sich nicht nur im Gottesdienst ab, der Gemeinschaft mit denen, die den Glauben teilen. Schließlich ist der weitaus größte Teil des Lebens Alltag, also Schule, Ausbildung oder Studium, Berufs- und Familienleben, Krankenhaus oder Seniorenheim … Wir stehen mitten im Leben mit all seinen Wechselfällen, sind Nachbarn, Kollegen, Freunde, Ehepartner.

Der Glaube verleiht uns Halt im Leben. Er hilft bei der Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen und Krisen. In Krankheit und Leid gibt der Glaube Hilfestellung, die eigene Situation anzunehmen, sie als von Gott zugelassen und deswegen lebenswert zu erkennen. Wenn wir gleichsam am Boden liegen, richtet Gott uns wieder auf und schenkt uns neue Kraft.

So vertrauen wir darauf, dass Gott uns in aller Bedrängnis zur Seite steht, und suchen in allen Lebensumständen Zuflucht bei ihm. Es geht dabei weniger um die situative, schnelle Hilfe in der Not, sondern um beständiges Gottvertrauen und ewige Errettung.

Ob berufstätig oder arbeitslos, ob gesund oder krank, ob begütert oder arm, ob im Erleben freudiger, schöner Zeiten oder einer „Durststrecke“ … – bei allem, was das Leben bringt, hilft der Glaube, es zu bewältigen. Er ermöglicht Gottvertrauen trotz Leid, Not und Krankheit; er lässt uns Wohlergehen und Reichtum als Verpflichtung erkennen; er beantwortet Fragen nach Ursprung und Ziel und gibt dem Leben Sinn und Inhalt; er schenkt die Gewissheit: Nach dem Dasein auf Erden folgt ewiges Leben.