Der christliche Glaube ist darauf angelegt, sich anderen mitzuteilen. So ist es unsere Mission (aus dem Lateinischen „missio“ = Sendung“), die frohe Botschaft von Gottes Gnade und Liebe weiterzutragen und Menschen auf das Evangelium Jesu Christi hinzuweisen.

Im 19. Jahrhundert haben christliche Missionsgesellschaften gesucht, in außereuropäischen Ländern, vor allem in Afrika, Menschen für das Christentum zu gewinnen. Auch heute wird in Gegenden, wo man den christlichen Glauben nicht kennt oder Menschen aus unterschiedlichen Gründen dem Christentum entfremdet sind, Mission betrieben. Auch neuapostolische Gebietskirchen leisten Missionsarbeit, Süddeutschland zum Beispiel in einigen Ländern in Westafrika.

In der Nachfolge Christi sind wir zudem gefordert, uns demjenigen zuzuwenden, der als unser Nächster Hilfe braucht. „Tätige Nächstenliebe“ heißt, für den anderen ein offenes Herz und eine helfende Hand zu haben, ihm – ungeachtet von Geschlecht, Nationalität, Sprache, Hautfarbe, Herkunft und Religion – beizustehen und ihn zu unterstützen, ohne Berechnung, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Nach diesen Grundsätzen wird auch das humanitäre Engagement der Kirche durchgeführt; es hat das Ziel, dass die Hilfe rasch, unmittelbar und unbürokratisch erfolgt und möglichst „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist. Im Inland und Ausland werden die humanitären Hilfsaktionen der Gebietskirche Süddeutschland über das „Missionswerk“ abgewickelt.

Aus unserem Glauben heraus erwächst das Bestreben, sich nach Gottes Willen auszurichten. Wo wir auch sind und in welchen Lebensumständen wir uns auch befinden – im Alltag, beim Umgang mit unseren Mitmenschen, durch unser Reden, Handeln und Verhalten, durch das, was wir ausstrahlen, legen wir ein Zeugnis des Glaubens ab. So erkennen wir unsere persönliche Mission auch darin, ein Beispiel zu sein durch ein Leben gemäß dem Evangelium, in Gottvertrauen und mit der Priorisierung von dem, was bleibenden Bestand hat.