Das „Starke-Kinder“-Projekt von „Pro Familia“ im Raum Schwäbisch Hall und die in Karlsruhe ansässige Stiftung „Hänsel und Gretel“ wurden finanziell unterstützt.

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„Starke Kinder“ ist ein Projekt für Grundschulen in der Stadt und im Landkreis Schwäbisch Hall sowie im Hohenlohekreis. Zielgruppe sind Kinder insbesondere in dem Alter, in dem sie die 3. und 4. Klasse in der Grundschule besuchen. Die Konzeption mit verschiedenen kindgerechten Projekteinheiten ist darauf ausgerichtet, die Mädchen und Jungen in ihrer Persönlichkeit zu stärken und sie so vor Gewalt, sexuellem Missbrauch und Sucht zu schützen. Beispielsweise geht es in der Projekteinheit mit dem die Grundschüler/-innen ansprechenden Titel „Gut gebrüllt Löwe!“ um das Körperbewusstsein und die Fähigkeit, Grenzen zu setzen und „nein“ zu sagen.

Damit steht das „Starke-Kinder“-Projekt im absoluten Einklang mit der Konzeption „Achtsamkeit“, die in der Gebietskirche Süddeutschland initiiert wurde und ebenfalls die Prävention von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Übergriffen, Gewalt und Missbrauch zum Ziel hat.

Das „Starke-Kinder“-Projekt wird zu 50 Prozent durch „Pro Familia“ und zu 50 Prozent durch die jeweils anfragende Einrichtung finanziert. Der Eigenanteil pro Klassenprojekt, den „Pro Familia“ möglichst gering zu halten sucht, beträgt um die 300 Euro. Dabei kommt eine Fachkraft für einige Doppelstunden in die Schulklasse und fördert die Jungen und Mädchen durch ihrem Alter entsprechende Informationen, Kommunikationsübungen und Rollenspiele.

Mit einer Spende von 5.000 Euro hat die Gebietskirche Süddeutschland über ihr Hilfswerk das „Starke-Kinder“-Projekt gefördert. Der für den Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis zuständige Apostel Manfred Schönenborn übergab im Auftrag des Bezirksapostels Michael Ehrich, der die Gebietskirche Süddeutschland leitet, die Spende an Doris Flachsmann, stellvertretende Vorsitzende bei „Pro-Familia“, und ihre Mitarbeiterin Kathrin Welz.

Großzügige Unterstützung für „Hänsel und Gretel“

Über ihr Hilfswerk – bis Dezember 2017 das „Missionswerk“, seit Januar 2018 „human aktiv“ – unterstützte die Gebietskirche Süddeutschland finanziell auch weitere Einrichtungen, die sich dem Schutz und der Begleitung von Kindern verschrieben haben.

Noch im Dezember 2017 erhielt die in Karlsruhe ansässige Stiftung „Hänsel und Gretel“ über das Hilfswerk der Gebietskirche wieder eine Spende, diesmal in Höhe von 20.000 Euro. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Jugendhilfe und der Familienhilfe auf dem Gebiet der Jugendfürsorge und Fürsorge für Kinder und Jugendliche und deren Familien.

„Hänsel und Gretel“ kümmert sich im Rahmen dieses Zweckes unter dem Motto „Hilfe – Schutz – Aufmerksamkeit“ seit rund 20 Jahren um Kinder und Heranwachsende und verfolgt das Ziel, „das Kinderbewusstsein in Deutschland zu fördern“. Die Stiftung will „zur Bildung einer kinderbewussten Gesellschaft beitragen, in deren Mitte Kinder gewürdigt und geschätzt werden“ und erklärt: „Eine kinderbewusste Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie Zeichen der psychischen und physischen, insbesondere der sexuellen Gewalt und Benachteiligungen gegen Kinder zu lindern und zu vermeiden sucht“.

Die Stiftung setzt präventiven Kinderschutz und Opferfürsorge um und trägt dazu bei, Kindern eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. Ein wichtiges, von ihr gefördertes Projekt zielt – ähnlich dem „Starke-Kinder“-Projekt von „Pro Familia“ – auf die Prävention vor Gewalt und sexuellem Missbrauch im Vorschul- und Grundschulalter.