Bei schönstem Sommerwetter feierte das „Forum Fasanenhof“ am Samstag, 22. Juli 2017, sein Jubiläumsfest anlässlich des zehnjährigen Betriebs.

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    Der Bezirksapostel, neben ihm die Übersetzerin

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    Geschäftsführerin Astrid Loy (rechts im Bild)

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    Bischof Kaltschmitt übernahm die Begrüßung

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    Vortrag mit Gebärden

Das „Forum Fasanenhof“ ist die Begegnungsstätte der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland in Stuttgart-Möhringen (Stadtbezirk Fasanenhof) und eine einzigartige Einrichtung in der Gebietskirche. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren, am 20. Juli 2007, ist das „Forum Fasanenhof“ in einem internen Festakt und anderntags mit einem Tag der offenen Tür öffentlich in Betrieb genommen worden.

Am Samstagvormittag, 22. Juli 2017, wurde im bis auf den letzten Platz gefüllten großen Saal der Festakt begangen, an dem neben dem Vereinsvorstand, vielen Vereins- und Ausschuss-Mitgliedern, Freunden und Gönnern Glaubensgeschwister aus der Gegend und Gäste teilnahmen. Am Nachmittag fand das „Jubiläums-Sommerfest“ statt.

10 Jahre „Forum Fasanenhof“ – 10 Jahre Vielfalt und Gemeinschaft

Wohlweislich habe man für das innovative Projekt damals den Begriff „Forum“ gewählt – aus dem Lateinischen, „Marktplatz, Ort der Begegnungen“, in der Antike Mittelpunkt des religiösen, geschäftlichen und politischen Lebens, meinte Bezirksapostel Michael Ehrich beim Festakt. Als Forum für Kultur und Kommunikation ergänzt und bereichert das „Forum Fasanenhof“ das kirchliche Leben.

Der Bezirksapostel, Präsident der Gebietskirche, die das „Forum Fasanenhof“ finanziert, gab in der Festrede einen Einblick in das vielfältige Angebot für die unterschiedlichen Interessen- und Aktivitätsgruppen in der Kirche: „Schaut man in die Forums-Veranstaltungskalender der letzten Jahre, erkennt man das reiche Spektrum der Aktivitäten: Neben der Gemeinschaftspflege, die alle Altersgruppen umfasst und auch über die Grenzen unserer Gebietskirche hinausreicht, sind es die Vorträge namhafter Theologen, Natur- und Geisteswissenschaftler, die eine große Bereicherung des Programms darstellen. Gleichermaßen bedeutungsvoll und wichtig sind aber auch die vielen Workshops, Kunstausstellungen, Konzerte oder auch die Ausflüge, Exkursionen und Kulturreisen, die vom Forum veranstaltet werden.“

Nachdem das vormalige Kirchengebäude (von 1968) nicht mehr benötigt worden war, hatte die Kirchenleitung 2004 entschieden, die entwidmete Kirche nicht zuletzt aufgrund der günstigen Lage – unweit des Verkehrsknotenpunktes Stuttgart-Echterdingen und damit angrenzend an die drei Apostelbereiche Stuttgart, Nürtingen und Tübingen – umgestalten zu lassen. Das Innere des Gebäudes und der großzügige Außen- und Gartenbereich wurden grundlegend geändert und zu einer beeindruckenden Begegnungsstätte mit multifunktionalem Raumangebot umgestaltet.

Der Verein „Forum Fasanenhof“ – er zählt heute über 300 Mitglieder – wurde gegründet; ihm kam die Verantwortung zu, die neue Einrichtung mit Leben zu füllen. Ein Vorstand wurde bestellt, bestehend aus den Bischöfen der drei angrenzenden Apostelbereiche. Eine Geschäftsführung wurde beauftragt und Vereinsausschüsse wurden gebildet – zunächst „Kinder“, „Jugend“, „Mitten im Leben“, „Senioren“, „Singles“ und der Ausschuss für die Planung und Durchführung kultureller und wissenschaftlicher Veranstaltungen. Hoch motivierte, engagierte Kirchenmitglieder brachten sich ehrenamtlich ein.

So konnte der Betrieb der Begegnungsstätte mit ehrenamtlichen Kräften gestemmt und attraktiv gehalten werden. Die Aktivitäten des „Forums Fasanenhof“ fügten sich ein „in den Kontext unseres Glaubens und unseres Lebens als Christen“, so Bezirksapostel Ehrich. Das im Wesentlichen auf die ewige Bestimmung der Seele ausgerichtete geistliche Leben in den Kirchengemeinden werde mit den Veranstaltungen im „Forum Fasanenhof“ ergänzt und abgerundet.

Anregende, lebendige und qualitätsvolle Begegnungsstätte

„Bewährt hat sich auch das Prinzip, das der Nutzung der Begegnungsstätte zugrunde liegt“, unterstrich der Bezirksapostel. Ausgeschlossen wurde von Anfang an eine Vermischung von sakraler und der hier gewollten profanen bzw. gesellschaftlich orientierten Nutzung. „So hat hier z.B. seit der Eröffnung als Begegnungsstätte noch nie ein Gottesdienst stattgefunden, und das soll auch so bleiben, denn für Gottesdienste haben wir unsere Kirchen.“ Im Forum könnten deshalb auch Veranstaltungen stattfinden, die nicht in den geweihten Kirchenraum gehörten.

Zunehmend werden das Haus und sein Service auch für die Fortbildungsveranstaltungen genutzt, die von der Akademie der Gebietskirche den Amtsträgern und den Kirchenmitgliedern angeboten werden, die spezielle Aufgaben erfüllen („Funktionsträger“, zum Beispiel kirchliche Lehrkräfte, Chor- und Orchesterleiter).

„Auch in finanzieller Hinsicht wird hier verantwortungsvoll gewirtschaftet“, konstatierte der Bezirksapostel. Das von der Gebietskirche zur Verfügung gestellte Budget für den laufenden Betrieb wird in aller Regel nur zu einem geringen Teil ausgeschöpft. Die Spenden der Nutzer des Forums decken einen Großteil der Aufwendungen.

„Das ‚Forum Fasanenhof‘“, so das Resümee des Bezirksapostels in der Festrede, „fand und findet nach wie vor großen Anklang und ist eine anerkannte und weithin geschätzte Einrichtung in unserer Gebietskirche“. Großartiges sei hier geleistet worden, meinte er, und dankte herzlich allen, die sich einbrachten und noch einbringen, damit es „eine anregende, lebendige und qualitätsvolle Begegnungsstätte“ bleibe.

Grund zum Feiern

Die Begrüßung beim Festakt hatte Bischof iR Georg Kaltschmitt übernommen. Er bildet zusammen mit Bischof iR Eberhard Koch und Bischof Bernd Bornhäusser – dem Nachfolger von Bischof iR Bernd Dittus – den Vereinsvorstand.

Im Rückblick auf die zehn „Betriebsjahre“ dieser Einrichtung sei es ohne Frage so: „Wir haben Grund zu feiern!“, freute sich der Bischof. Die Startphase sei entscheidend gewesen: „Hoch engagierte Mitglieder des dafür gegründeten Vereins haben in den verschiedenen Ausschüssen in der Aufbauphase Bahnbrechendes geleistet.“

Geschäftsführerin Astrid Loy präsentierte einen Streifzug durch einige Highlights in den zurückliegenden zehn Jahren, darunter auch Veranstaltungen des „Forums für Unternehmer und Führungskräfte“ (FUF), zu denen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik begrüßt werden konnten.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Festakt durch Liedvorträge von „Stuggapella“, einer Männerchorgruppe in Süddeutschland, die A-cappella-Musik macht und auch schon im „Forum Fasanenhof“ aufgetreten ist. Beim Festakt trug „Stuggapella“ geistliches Liedgut vor.

Der gesamte Festakt, einschließlich der Liedvorträge von „Stuggapella“, wurde in die deutsche Gebärdensprache übersetzt, denn einige Glaubensgeschwister aus der süddeutschen Gehörlosengemeinde nahmen teil. Am Nachmittag, beim Sommerfest, setzen sie mit Gebärdenpoesie einen außergewöhnlichen Akzent.