Am Freitag, 14. Juli 2017, fand in Stuttgart die ordentliche Mitgliederversammlung der Hilfseinrichtung der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, des sogenannten Missionswerks, statt.

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Auf der Tagesordnung der Jahrestagung 2017 standen unter anderem der Jahresbericht des Vorstands, die Verabschiedung des Haushaltsplans 2018 sowie personelle Veränderungen.

Ihren primären Auftrag erkennt die Kirche in der Verkündigung des Evangeliums Jesu Christi und in der Seelsorge. „Ein weiteres zentrales Element des christlichen Glaubens ist die Zuwendung zum Nächsten, auch in Form von humanitären und notlindernden Maßnahmen im In- und Ausland“, unterstrich Bezirksapostel Michael Ehrich, Vorsitzender im Vorstand des Hilfswerks der von ihm geleiteten Gebietskirche.

Die (finanzielle) Hilfe im Inland betraf 2016 Maßnahmen unter der Thematik „Hilfe für Kinder psychisch erkrankter Eltern“ sowie der Unterstützung von „Tafel“-Einrichtungen in ganz Süddeutschland – was, wie der Bezirksapostel erklärte, immer mehr an Bedeutung gewinne: Die Zahl der „Tafeln“ sei gestiegen, aber noch stärker auch die Nachfrage, und unter den Bedürftigen gebe es auch eine große Zahl von Kindern und Jugendlichen. Finanzielle Zuschüsse der Gebietskirche über ihr Hilfswerk galten im Inland auch dem ständigen Förderthema „Essensangebote für Bedürftige“, zudem der sogenannten  Familienrüstzeit. Darüber hinaus konnten der Bezirksapostel und die Apostel aus ihrem Spontanbudget in Notfällen schnell und unbürokratisch Hilfe leisten (oftmals werden mithilfe dieser Budgets Benefizveranstaltungen, die in Kirchenbezirken initiiert wurden, aufgestockt).

Zu den Fördermaßnahmen im Ausland gehörten in Afrika wie in den Vorjahren Hilfen unter dem Motto „Brot – Brunnen – Brücken“ sowie Ausgaben für die Dauerthemen „Gesundheit“ und „Bildung“ (insbesondere die Unterstützung von Schulen und Waisenhäusern). Auch im Ausland stand dem Bezirksapostel und den Aposteln wieder ein Spontanbudget für unbürokratische Hilfsmaßnahmen zur Verfügung.

Im Berichtsjahr wurde bei Notsituationen in verschiedenen Ländern finanzielle Hilfe gegeben – zum Beispiel in Äthiopien für ein landwirtschaftliches Entwicklungshilfeprojekt und Nothilfe nach einem Hurrikan auf Haiti.

Höchst informative Präsentationen zeigten bei der Jahrestagung Vertreter von zwei Institutionen, die schon von der Gebietskirche über das Hilfswerk Unterstützung erhalten haben: eine Referentin der 1979 gegründeten (in Deutschland 2014), weltweit tätigen Einrichtung „Aktion gegen Hunger“, sowie ein Vertreter von BIOS Baden-Württemberg e.V., einer einzigartigen Initiative, die sich insbesondere der Verbesserung des präventiven Opferschutzes in Deutschland – durch Rückfallreduzierung und die Beseitigung von Behandlungsdefiziten – annimmt.