Bereits jetzt hat Bezirksapostel Michael Ehrich für die Gebietskirche Süddeutschland die Termine der Gottesdienste bekannt gegeben, die über Weihnachten und den Jahreswechsel 2017/2018 stattfinden.

Gottesdienst in der Kirche in Fellbach

Demnach ist am Sonntag, 24. Dezember 2017, kein Gottesdienst – der Weihnachtsgottesdienst wird am 1. Weihnachtstag, 25. Dezember 2017, gefeiert.

Am Sonntag, 31. Dezember 2017, wird der Gottesdienst zum Jahresabschluss und am Sonntag, 7. Januar 2018, der Gottesdienst zum Jahresanfang begangen.

Alle diese Gottesdienste beginnen um 9:30 Uhr. Wer die Gottesdienste mitfeiern möchte, ist herzlich willkommen!

Gottesdienstordnung gilt für ganz Europa

Die Terminierung der Gottesdienste über den Jahreswechsel 2017/2018 geht auf einen Beschluss der Bezirksapostel in Europa zurück. Er besagt, dass für die Gebietskirchen in Europa der Gottesdienst zum Jahresabschluss sowie der erste Gottesdienst im neuen Jahr auf einen Sonntag gelegt werden sollen.

Dahinter steht hauptsächlich der Gedanke, den Sonntag als den Gottesdiensttag hervorzuheben. Zudem sind Silvester und Neujahr keine Feiertage im Kirchenkalender.

Weil in diesem Jahr Silvester auf einem Sonntag liegt, wird der Gottesdienst zum Jahresabschluss am 31. Dezember gefeiert.

Wenn es ansonsten Ausnahmen bezüglich der Gottesdienstordnung gibt, wird dies beizeiten kommuniziert.

Was sagt der Katechismus dazu?

 

Was der 2015 erschienene „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zum Feiertag und Sonntag sagt, zitieren wir nachstehend:


316. Wie lautet das dritte Gebot?

„Du sollst den Feiertag heiligen.“


317. Was bedeutet das dritte Gebot?

Mit dem dritten Gebot wird dazu aufgefordert, einen Tag der Woche von den anderen abzusondern, um Gott anzubeten und sich mit seinem Wort zu beschäftigen. Für Christen ist dies der Sonntag – der Tag, an dem Jesus Christus auferstanden ist.


318. Was bedeutet das dritte Gebot im Alten Testament?

Gott ruhte am siebten Schöpfungstag und heiligte ihn. Der Ruhetag ist als Feiertag gegeben, um Gott für sein schöpferisches Handeln zu danken und ihn zu ehren.

Gott benannte bereits vor der Gesetzgebung am Sinai den Sabbat als den Tag, der heilig gehalten werden sollte. Während der Wanderung des Volkes Israel durch die Wüste verkündete Mose: „Das ist’s, was der Herr gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, heiliger Sabbat für den Herrn“ (2. Mose 16,23).

Am Sabbat sollte sich das Volk Israel von der Arbeit ausruhen und sich ungestört Gott zuwenden. Der Sabbat diente dem Lob des Schöpfers und der Erinnerung an die Befreiung Israels aus der Gefangenschaft in Ägypten. Demjenigen war Segen zugesagt, der den Sabbat in Ehren hielt und persönliche Geschäfte und „leeres Geschwätz“ mied (vgl. Jesaja 58,13.14).


319. Was bedeutet das dritte Gebot im Neuen Testament?

Den Sabbat – den siebten Tag des jüdischen Kalenders – zu heiligen, gehörte für die Israeliten zum Gesetz. Jesus ging am Sabbat in die Synagoge und heilte Kranke, was nach dem Verständnis der Israeliten Arbeit und somit ein Verstoß gegen das Gebot war. Damit machte Jesus, der Herr über den Sabbat, deutlich, dass Wohltun an den Menschen höher zu werten ist als eine rein formale Erfüllung des dritten Gebotes.


320. Warum heiligen Christen den Sonntag als „Feiertag“?

Christen heiligen den Sonntag als „Feiertag“, weil Jesus Christus an einem Sonntag von den Toten auferstanden ist. Daher ist für Christen das Heiligen des Sonntags auch ein Bekenntnis zur Auferstehung Jesu Christi.

Ein Hinweis auf die Bedeutung des Sonntags als Feiertag der Christen findet sich in Apostelgeschichte 20,7: „Am ersten Tag der Woche aber, als wir versammelt waren, das Brot zu brechen, predigte ihnen Paulus …“ Hier wird ebenso wie in 1. Korinther 16,2 der erste Tag der Woche herausgehoben, der Sonntag.


321. Wie halten wir den Sonntag heilig?

Der Sonntag soll ein Tag der Ruhe und ein Festtag der Seele sein. Wir halten den Sonntag vor allem dadurch heilig, dass wir Gott im Gottesdienst Anbetung darbringen, sein Wort gläubig aufnehmen, bußfertig die Sündenvergebung annehmen und Christi Leib und Blut im Sakrament des Heiligen Abendmahls würdig genießen. Heiligung des Sonntags bedeutet auch, dass die Wirkung des Gottesdienstes vertieft wird und bewahrt bleibt.

Wer nicht zum Gottesdienst kommen kann, heiligt den Sonntag, indem er im Gebet Verbindung mit Gott und der Gemeinde sucht. Dies gilt beispielsweise für Berufstätige sowie kranke, behinderte und alte Menschen.

Das Gebot, den Feiertag zu heiligen, fordert den Gläubigen auf zu prüfen, inwieweit sich seine Aktivitäten mit dem Sinn des dem Herrn geweihten Tags vereinbaren lassen.


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.