Dies war das große Thema in den Gottesdiensten, die am Erntedank-Sonntag, 1. Oktober 2017, in Süddeutschland gefeiert wurden. Der Predigt lag ein Bibelwort aus dem Neuen Testament zugrunde, Römer 11,36: „Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit!“

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Dankbarkeit gegenüber Gott kann ihren Ausdruck auch durch Vertrauen in ihn finden sowie dadurch, dass die Glaubenden die von Gott empfangenen Gaben teilen: Sie bringen Gott Opfer dar – den ihm gebührenden Teil an ihrer Zeit, ihrer Kräfte und ihres Einkommens –, und sie helfen ihrem Nächsten, der bedürftig ist und Not leidet.

An Erntedank 2017 bestand wieder die Möglichkeit, ein finanzielles Dankopfer zu bringen.

„Das Gebot der Nächstenliebe wurde in unseren Gemeinden auch in den vergangenen Monaten wieder vielfach in die Tat umgesetzt, wenn solchen, die sich in irdischer oder seelischer bzw. geistlicher Not befanden, unsere Fürbitte gegolten hat und sie durch uns Zuwendung, Beistand und Hilfe erfahren haben.“

Dieses Fazit konnte Bezirksapostel Michael Ehrich ziehen, als er anlässlich des diesjährigen Erntedankfests einen Flyer mit Informationen über Benefizmaßnahmen („tätige Nächstenliebe“) herausgab. Er feierte den diesjährigen Erntedank-Gottesdienst mit der Gemeinde Eberbach im gleichnamigen Kirchenbezirk (Apostelbereich Karlsruhe). Übertragen wurde der Gottesdienst in die Kirchen Bammental und Sinsheim, so dass die Gemeinden des Bezirks Eberbach alle daran teilnehmen konnten.

Über das Hilfswerk der Gebietskirche erfolgte anlässlich des Erntedankfests 2017 eine flächendeckende Förderaktion von „Tafeln“ (wir berichteten). Diese Förderaktion will dazu beitragen, bedürftigen Bürgern weiterhin den Erwerb von Nahrungsmitteln zu günstigen Preisen zu ermöglichen, nachdem die Nachfrage stark gestiegen ist. „Zugleich wird das Augenmerk darauf gerichtet, dass es hierzulande trotz des großen Wohlstands viele bedürftige Menschen gibt, die mit jedem Cent rechnen müssen und für die solche Angebote wichtig sind“, heißt es auf der Internetseite des süddeutschen Hilfswerks. Im Weiteren macht die Förderaktion die Bedeutung des Teilens mit dem Nächsten augenfällig.


Was sagt der Katechismus dazu?


Nachstehend zitieren wir, was der 2015 erschienene „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zum Zusammenhang von Opfer und Segen sagt:

738. In welchem Zusammenhang stehen Opfer und Segen?

Grundsätzlich kann der Mensch nur opfern, weil ihn Gott zuvor schon gesegnet hat. Die Opfer sind deshalb Ausdruck der Dankbarkeit für das Empfangene.

Bei allen Opfern ist die Gesinnung entscheidend. Wird das Opfer freiwillig aus Dankbarkeit und Liebe erbracht, ist damit auch Segen verbunden. Dieser kann im Irdischen erlebt werden, zum Beispiel in Wohlergehen. In erster Linie ist der Segen jedoch geistlicher Art: Darunter wird die Zuwendung göttlichen Heils aus dem Verdienst Christi verstanden (Epheser 1,3-7).


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.