Am ersten Sonntag im November haben die Kirchengemeinden den dritten diesjährigen Gottesdienst gefeiert, der dem Gedenken an Verstorbene gewidmet ist.

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Die Hoffnung auf Jesus Christus endet nicht am Grab. Aus der Überzeugung heraus, dass Jesus Christus diejenigen rettet, die sich demütig an ihn wenden – Lebende und Verstorbene –, treten die Glaubenden in Fürbitte für andere ein. So beten sie miteinander in den jährlich drei Gottesdiensten zum Gedenken an die Verstorbenen, dass Gott sich allen gnädig zuwende und sie das Heil in Jesus Christus erlangen mögen.

Auch erfolgt in diesen Gottesdiensten, wenn sie vom Stammapostel oder einem Bezirksapostel durchgeführt werden, die Sakramentsspendung für Verstorbene. Zwei Amtsträger nehmen diese stellvertretend hin. Dazu berichtet die Bibel in 1. Korinther 15,29, dass auch im Urchristentum Lebende für Tote getauft wurden.

Ein Psalmwort – Kapitel 34, Vers 19 – lag der Predigt in den Gottesdiensten am 5. November 2017 zugrunde: „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ Aus dem Psalmwort ist auch eine Prophezeiung ersichtlich, die das Handeln Jesu Christi ankündigt. Jesus, wahrer Gott und wahrer Mensch, teilte das Leid der Menschen und war denen nahe, die ein „zerbrochenes Herz“ hatten.

Er ist der Heiland und Erretter auch für die Verstorbenen und rettet diejenigen, die sich demütig und heilsverlangend an ihn wenden.

Heil nur bei Jesus Christus

Bezirksapostel Michael Ehrich feierte – im Beisein der süddeutschen Apostel – den Gottesdienst am 5. November in Kirchheim/Teck. Übertragen wurde der Gottesdienst in die Kirchen in Göppingen und Uhingen, so dass die Gemeinden des Kirchenbezirks Göppingen/Kirchheim teilnehmen konnten.

Der Bezirksapostel legte der Predigt ebenfalls ein Bibelwort zugrunde, das von der Errettung handelt und Lebenden und Toten gilt. Es ist aus dem Neuen Testament, Hebräer 4,16: „Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden, wenn wir Hilfe nötig haben.“ Nur bei Jesus Christus, am „Thron der Gnade“, erlange der Mensch Heil, unterstrich der Bezirksapostel.

Zur weiteren Wortverkündigung rief er die Bischöfe Jörg Vester (Apostelbereich Karlsruhe) und Bernd Bornhäusser (Apostelbereiche Stuttgart und Nürtingen) sowie Apostel Dieter Prause, der den Apostelbereich Heilbronn/Nürnberg leitet. Wegen Erreichens der Dienstaltersgrenze wird Apostel Prause noch in diesem Monat, am 19. November 2017, in den Ruhestand treten.

Was sagt der Katechismus dazu?


Was im 2015 erschienenen „Katechismus der Neuapostolischen Kirche in Fragen und Antworten“ zur Beschäftigung mit dem Unsichtbaren gesagt wird, zitieren wir nachstehend:

78. Warum soll man sich mit dem Unsichtbaren beschäftigen?

Der Mensch ist eine Einheit aus Geist, Seele und Leib (1. Thessalonicher 5,23). Der Leib ist sterblich, gehört also zur sichtbaren Schöpfung Gottes. Seele und Geist sind unsterblich, gehören also zur unsichtbaren Schöpfung Gottes. Weil Seele und Geist auch nach dem Tod fortbestehen, ist es wichtig, sich mit dem Unsichtbaren zu beschäftigen.

Die Haltung, die der Mensch auf Erden gegenüber Gott einnimmt, wird Auswirkungen auf das Sein in der jenseitigen Welt haben. Diese Erkenntnis kann dazu beitragen, den Versuchungen des Teufels zu widerstehen und ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen.

Die Bedeutung des Unsichtbaren in unserem Leben macht Apostel Paulus deutlich: „Unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar ist, das ist ewig“ (2. Korinther 4,17.18). So hilft die Beschäftigung mit dem Unsichtbaren, das besser einordnen zu können, was uns widerfährt.


79. Wie soll man sich mit dem Unsichtbaren beschäftigen?

Man soll sich mit dem Unsichtbaren beschäftigen, indem man sich Gott zuwendet und ihn anbetet.

Jedoch ist die Beschäftigung mit dem Unsichtbaren in Form von Geisterbeschwörung oder Totenbefragung (Spiritismus) gegen den Willen Gottes (vgl. 5. Mose 18,10 ff.; 1. Samuel 28).


Den „Katechismus in Fragen und Antworten“ veröffentlichen wir nach und nach in thematischen Blöcken unter „Katechismus“ in der Rubrik „Woran wir glauben“.